HSV

Transfer-Alarm beim HSV: Wechsel eines Wunschspielers droht zu platzen

Sven Höh und Claus Costa am Trainingsplatz des Hamburger SV in Helsingør während des Kurztrainingslagers.
Immer eine Hand am Handy: HSV-Sportdirektor Claus Costa (r./hier mit Torwart-Trainer Sven Höh) bastelt an mehreren Kader-Baustellen.

Frankfurt-Profi Elias Baum zählt zu den absoluten Wunschspielern der HSV-Bosse um Claus Costa. Doch nachdem sich zwischenzeitlich ein Transfer abzeichnete, könnte es nun zur Wende kommen. 

Sein Name steht auf der Sommer-Wunschliste des HSV sehr weit oben. Seit Wochen pokern die Klubbosse um Elias Baum. Der Profi von Eintracht Frankfurt gilt als Ideallösung für Hamburgs rechte Schiene. Doch nachdem sich die Vereine zwischenzeitlich erheblich angenähert hatten, wird es nun plötzlich richtig kompliziert. Platzt der Baum-Deal womöglich?

Eigentlich galt der Abgang des 21-Jährigen aus Frankfurt als weitestgehend beschlossene Sache. Nach einer enttäuschenden Saison mit nur fünf Bundesligaeinsätzen und 71 Spielminuten wollte Baum sich eine neue Herausforderung suchen. Der HSV galt zuletzt sogar als seine Wunschoption und soll der Eintracht nach MOPO-Informationen auch bereits ein konkretes Angebot in Höhe von rund drei Millionen Euro unterbreitet haben, das allerdings nicht akzeptiert wurde. Jetzt könnte es zur kompletten Rolle rückwärts kommen.

Frankfurts Trainer Hütter ist sehr zufrieden mit HSV-Kandidat Baum

Der Grund: Frankfurts neuer Trainer Adi Hütter, so berichtet es der Frankfurter Journalist Christopher Michel, soll nach den ersten Trainingstagen derart angetan von Baum sein, dass der Abgang des Talents zumindest vorerst auf Eis gelegt wurde. Mehr noch: Auch die geplante Verpflichtung von Anton Gaaei (Ajax Amsterdam), der die rechte Seite der Hessen verstärken sollte, wurde nach Informationen des Portals „Absolut Fussball“ erst mal vertagt. Weil Baum plötzlich als ernsthafte Alternative gilt.

Elias Baum von Eintracht Frankfurt beim Trainingsauftakt in Frankfurt am Main.
Plötzlich wieder gefragt: Elias Baum überzeugt aktuell bei Eintracht Frankfurt.

Das ist schlecht für den HSV, der sich bereits seit Wochen geduldig zeigte. Ob sich das letztlich auszahlt, ist inzwischen völlig offen.

Baum wird mit der Eintracht ins Trainingslager reisen

Wie geht es weiter in dem Poker? Die Entscheidung darüber, ob die Eintracht Baum wirklich halten will, wird wohl im Trainingslager fallen. Vom 23. Juli bis zum 1. August bezieht der Tabellenachte der abgelaufenen Saison im bayerischen Grassau Quartier. Intern wird erwartet, dass sich Hütter spätestens danach abschließend entscheiden wird, wie er mit Baum plant. Mittlerweile, so heißt es, wird nichts mehr ausgeschlossen. Von einem Abgang bis zur vorzeitigen Verlängerung des bis 2028 laufenden Vertrages sei alles möglich.

Baum soll die Angelegenheit gespannt bis skeptisch verfolgen. Nach seiner enttäuschenden Vorsaison, während der er nicht die Rolle spielte, die er sich nach seinem Wechsel aus Elversberg erhofft hatte, erwartet der 32-fache Junioren-Nationalspieler klare Ansagen – in die eine oder andere Richtung.

Der HSV bleibt bei Baum in Lauerstellung

Der HSV bleibt in Lauerstellung, ist allerdings alarmiert. Die neueste Baum-Entwicklung in Frankfurt wurde von den Bossen aufmerksam registriert. Zwar bleibt der Frankfurter Hamburgs Wunschlösung, die Entscheidungsträger sind allerdings längst dabei, sich um Alternativen zu kümmern.

Es ist nicht die einzige Kader-Baustelle des HSV: Neben Verstärkung für die rechte Schiene werden zwingend noch zwei Angreifer und ein neuer Innenverteidiger gesucht. Zudem hofft der HSV weiterhin darauf, Spielmacher Fábio Vieira vom FC Arsenal loseisen zu können. Bislang verpflichtete der Verein mit Kofi Amoako (für knapp zwei Millionen Euro aus Dresden), Albert Grønbæk (Rennes/4,7 Millionen Euro) und zuletzt Martin Adeline (Troyes/vier Millionen Euro) drei Zugänge.

Kommentare öffnen