HSV-Profi Jordan Torunarigha im Duell mit Philipp Tietz von Mainz

Harte Duelle und eine feine Leistung: HSV-Abwehrmann Jordan Torunarigha (r.) überzeugte in Mainz gegen Philipp Tietz. Foto: IMAGO/Beautiful Sports International

Torunarigha begeistert die HSV-Bosse in Mainz – auch dank Vuskovic’ Hilfe

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Vielleicht war es auch sein Daumendrücken, das in der Schlussphase mithalf und dem HSV einen wichtigen Zähler sicherte. Von der Tribüne aus verfolgte der gelbgesperrte Luka Vuskovic, wie sich seine Kollegen zum 1:1 in Mainz kämpften. Was dabei besonders positiv herausstach: Jordan Torunarigha, der das Supertalent als Abwehrchef vertrat, zeigte eine starke Leistung und avancierte zum besten Hamburger. Auch, weil Vuskovic ihm während der Partie half.

Es funktioniert also sogar, wenn der Kroate nicht auf dem Platz steht. Um diese wichtige Erkenntnis waren die HSV-Profis reicher, als sie Mainz am Samstagvormittag wieder in Richtung Hamburg verließen. Denn auf Torunarigha war Verlass. Das galt in den vergangenen Wochen schon, als der 28-Jährige den linken Part der Dreier-Abwehrkette bekleidete. Nun glänzte er auch in der Mitte und war hinterher entsprechend zufrieden. „Es geht immer besser, ich kann dem Team immer mehr helfen“, resümierte er. Die Zahlen geben ihm recht. Mit 13 klärenden Aktionen hatte Torunarigha so viele wie kein anderer Spieler auf dem Platz.

HSV-Trainer Polzin war vom Torunarigha-Auftritt begeistert

Klar, dass er von allen Seiten mit Lob überschüttet wurde. „Jordan hat es überragend gemacht“, stellte Merlin Polzin fest und sieht „die Entwicklung über die Saison hinweg. Er hatte keinen einfachen Start, was unterschiedliche Gründe hatte. Aber sich dann so stabil zu entwickeln, die Rolle von Luka so auszufüllen, das war nicht ganz so einfach gegen Tietz, einen – positiv formuliert – unangenehmen, ekligen Spieler. Das hat er top gemacht.“ Sportdirektor Claus Costa merkte gar an: „Man hat kaum gemerkt, dass Luka gefehlt hat.“


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Und dennoch: So ganz ohne Vuskovic ging es dann doch nicht, denn die Tottenham-Leihgabe gab auch außerhalb des Platzes Vollgas. „Luka hat mir die ganze Woche sehr viel geholfen, hat mir Tipps gegeben, was ich besser machen kann“, erzähle Torunarigha nach dem Abpfiff. „Das ist ihm hoch anzurechnen und steht für ihn, dass er mit seinen 18 Jahren so reif ist.“ Sogar in der Halbzeit in Mainz tauschte sich Vuskovic mit seinem Vertreter aus. Der stellte fast schon bewundernd fest: „Luka ist einfach ein Goldjunge.“

Kommende Woche empfängt der HSV Leipzig

Vuskovic wird kommende Woche Sonntag gegen Leipzig (1.3.) in die HSV-Startelf zurückkehren, Torunarigha dürfte dann wieder den linken Part übernehmen. Für den Notfall stünde er aber auch wieder im Zentrum bereit. Dass er diese Rolle in Mainz einnehmen würde, wusste er bereits seit Tagen: „Die Trainer haben mich gefragt, ob ich die Position spielen kann. Ich meinte: Ja, klar. Ich habe die in Belgien schonmal gespielt, deswegen kein Problem für mich.“

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Die stabilen Auftritte beim KAA Gent waren es auch, die die HSV-Bosse davon überzeugten, Torunarigha im vergangenen Sommer zu verpflichten. Eingeplant war er in Hamburg eigentlich als Abwehrchef – bis die Entscheidungsträger nachjustierten und den Vuskovic-Deal klar machten. Nun haben beide ihren Stammplatz sicher.

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