Top-Klub jagt Luka Vuskovic – was das für den HSV bedeutet
Viel härter geht es aktuell nicht. Schwerstarbeit wartet am Sonntag auf Luka Vuskovic, denn der HSV-Verteidiger bekommt es mit Deniz Undav zu tun. Stuttgarts Torjäger zählt momentan zu den formstärksten Angreifern Europas, für Vuskovic ist dieses Duell die nächste Bewährungsprobe. Nicht nur die HSV-Fans werden genau hinsehen, wie sich das Top-Talent schlägt: Rund um Vuskovic hat sich eine heftige Transfer-Jagd entwickelt, in der mittlerweile nahezu alle Großklubs des Kontinents ihren Hut in den Ring geworfen haben.
Es war wie jedes Mal in dieser Saison, wenn Tottenham die Hütte voll bekam. Vuskovic-Tweets hatten am Mittwochabend Hochkonjunktur, bereits während, aber erst recht nach der 3:5-Pleite in der Champions League bei Paris St. Germain. „Bring back Vuskovic“, „We need Luka“ oder „Recall Vuskovic“ – viele Tottenham-Fans waren sich einig und formulierten über die Plattform „X“ ihren großen Wunsch, Vuskovic’ Leihe nach Hamburg doch bitte bereits im Winter vorzeitig zu beenden.
Die HSV-Fans können bei Vuskovic beruhigt sein
Die HSV-Fans können allerdings beruhigt sein. Zwar bietet sich in der Tat die vertraglich fixierte Option, den Deal ab Januar abzubrechen, dazu bedarf es aber gleich mehrerer verletzter Abwehrspieler der „Spurs“. Aus einer Laune oder einem Reflex heraus können die Nord-Londoner die Leihe nicht beenden. Nichts deutet aktuell darauf hin, dass Vuskovic den HSV vor Ablauf dieser Saison verlassen wird.

Viel spannender ist ohnehin die Frage, wie es ab kommendem Sommer mit dem 18-Jährigen weitergeht. Kehrt er definitiv zu den „Spurs“ zurück, wo er bis 2030 unter Vertrag steht? Hat der HSV eine Chance auf eine erneute Leihe? Oder wechselt Vuskovic nach der WM, bei der er mit hoher Wahrscheinlichkeit in Kroatiens Kader stehen wird, für sehr viele Millionen zu einem anderen Verein?
Gerüchte um neuen Vuskovic-Vertrag
Unabhängig davon, dass es für Entscheidungen aller Arten viel zu früh ist, haben Tottenhams Bosse in jedem Szenario den Hut auf. Die zuletzt kursierenden Gerüchte, dass sie Vuskovic’ Vertrag bereits in Kürze ausweiten wollen, sind nach MOPO-Informationen zwar falsch, zumal sich auch der Abwehrmann mit seinem aktuellen Arbeitspapier komfortabel ausgestattet sieht. Sehr wohl soll es in den kommenden Wochen allerdings einen Austausch der Vuskovic-Seite mit den Londonern geben. Dann soll insbesondere die Frage erörtert werden, welche Idee Tottenhams Trainer Thomas Frank für die kommende Serie mit Vuskovic hat. Dieses Gespräch ist so etwas wie der erste Stein, der viele weitere ins Rollen bringen könnte.
Fakt ist: Wöchentlich gehen bei Vuskovic’ Management Anfragen neuer Interessenten ein. Der Grund-Tenor: Geht da vielleicht was im Sommer? Gibt es überhaupt eine Chance auf eine Verpflichtung? Nach MOPO-Informationen sollen sich mittlerweile so gut wie alle Großklubs Europas nach dem Super-Teenie erkundigt haben. Insbesondere der FC Barcelona, der für die nächste Saison definitiv Verstärkung in der Abwehrmitte sucht, soll sich schon intensiver mit Vuskovic beschäftigen. Die Barça-Bosse suchen zwar eher einen Linksfuß, haben den Kroaten aber weiter auf dem Radar, so Tottenham denn gesprächsbereit wäre.

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Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
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Stellt sich die Frage, ob der HSV in diesem Spiel überhaupt eine Chance auf eine weitere Leihe hätte. Erst kürzlich machte Vuskovic im kroatischen TV deutlich, wie gern er ab Ende 2026 mit Bruder Mario beim HSV zusammenspielen würde („Ich hoffe, dass es so kommt“). Bis dahin ist der 24-Jährige noch wegen EPO-Dopings gesperrt und fiebert seinem Comeback entgegen.
Schlechte Spiele von Vuskovic könnten dem HSV helfen
Vuskovic und Vuskovic beim HSV. Ein extrem romantischer wie auch sportlich reizvoller Gedanke. Die gute Nachricht für alle Fans: Ausgeschlossen ist tatsächlich gar nichts. Zu eng sind die emotionalen Bande der Familie Vuskovic mit dem HSV, zu gut die Erfahrungen der beiden Brüder. Sollten die „Spurs“ im Sommer tatsächlich der Meinung sein, ihrem Talent täte ein weiteres Leihjahr gut, dürfte sich der HSV berechtigte Hoffnungen machen – das allerdings ausschließlich im Falle des Klassenerhalts.
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Ein Vorfühlen der HSV-Bosse hat es nach MOPO-Informationen bislang nicht gegeben. Auch, weil der aktuelle Zeitpunkt als deutlich zu früh erachtet wird. Und so paradox es klingt: Den Hamburgern könnte es am Ende sogar in die Karten spielen, sollte sich ab und zu mal ein schlechteres Spiel in Vuskovic’ Saison einschleichen. Allerdings: Das kommende Wochenende wäre ein denkbar schlechter Zeitpunkt. Undav lauert schon und verzeiht aktuell nicht mal den kleinsten Fehler.
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