Termin verschoben: So geht es mit HSV-Stürmer Glatzel weiter
Bei Jean-Luc Dompé hatte Merlin Polzin schon beim Trainingsstart am Freitag den Daumen gehoben. Und tatsächlich: Der Franzose nahm an diesem Dienstag erneut vollumfänglich an der Teameinheit teil und steht nach seinen Achillsehnenproblemen schon am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) in Freiburg wieder zur Verfügung. Bei Robert Glatzel, der nach seinem Muskelfaserriss schnellstmöglich zurückkehren will, muss Polzin dagegen weiterhin bremsen.
Eigentlich sollte sich Glatzel am Montag einer erneuten Untersuchung unterziehen, die Aufschluss darüber geben sollte, wie belastbar er ist und wie schnell er sinnvollerweise wieder komplett ins Mannschaftstraining integriert werden kann, ohne einen erneuten Rückschlag zu riskieren. Einen Tag später erklärte Polzin aber, dass dieser Termin nicht stattfand. „Die Kontrolluntersuchung wurde ein bisschen nach hinten geschoben, weil alles nach Plan läuft und Bobby sich gut fühlt“, sagte der Coach. „Er ist zufrieden mit den Schritten, die er geht.“
HSV-Trainer Polzin erklärt den Fahrplan bei Robert Glatzel
Glatzel hatte sich Ende November, bei seinem Startelfdebüt in dieser Saison, verletzt – blöderweise bei seinem erfolgreichen Torschuss zum 1:0 gegen Stuttgart (Endstand 2:1). Kaum wieder in aller Munde, wurde der 31-Jährige erneut ausgebremst und konnte vor der Winterpause, wenn, dann nur noch individuell arbeiten. Auch um den Jahreswechsel herum schuftete Glatzel mit Rehacoach Sebastian Capel. Am Dienstag, zum Auftakt in die Freiburg-Woche, mischte der Torjäger immerhin 45 Minuten lang im Teamtraining mit. Anschließend gesellte er sich zu Warmed Omari, der sich erstmals nach seiner schweren Sprunggelenksverletzung wieder mit seinen Kollegen aufgewärmt hatte und sich dann separierte.

Es wird noch dauern, bis Omari wieder eine Option für den Kader sein wird. Und auch bei Glatzel rechnet Polzin nicht mit einer schnellen Rückkehr. „Es hängt jetzt davon ab, wann er erstmals wieder voll mit der Mannschaft trainiert, sodass man sieht, wie weit er ist, was noch fehlt und was er braucht“, so der Chefcoach. Polzin nimmt wahr, dass Glatzel „heiß“ auf sein Comeback ist, auf ein bestimmtes Spiel für ebendieses will er sich aber noch nicht festlegen. Die Partien in Freiburg und nächste Woche Dienstag gegen Leverkusen dürften für Glatzel noch zu früh kommen, wie Polzin andeutete: „Ein bisschen gedulden müssen wir uns noch.“
Neues Sturm-Duell beim HSV: Königsdörffer gegen Downs
Das Duell um den Platz in der Sturmspitze tragen vorerst Ransford Königsdörffer und Neuzugang Damion Downs aus. Durch die bevorstehende Verpflichtung der Leihgabe aus Southampton verbessert sich Glatzels Aussicht auf Spielzeit keinesfalls. Der Fanliebling hatte vor dem letzten Heimspiel des Jahres gegen Frankfurt (1:1) erklärt, am liebsten in Hamburg bleiben zu wollen. Sorgen um seinen Abgang im Winter müsse man sich nicht machen – „eigentlich nicht“, wie Glatzel sagte. Doch jetzt ist Downs da. Sofern bei dessen Medizincheck alles rundlief, werden die beiden neuen Sturmkollegen am Mittwoch wohl erstmalig Seite an Seite trainieren.
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Bei der Einheit am Dienstag fehlten der angeschlagene Aboubaka Soumahoro, der individuell im Kraftraum trainierte, sowie die erkrankten Fabio Baldé, Moritz Reimers und Fernando Dickes. Auch Downs war noch nicht zugegen auf dem Übungsgelände – doch das soll sich nach Möglichkeit schon am Mittwoch ändern.
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