Stadtderby-Sorgen um wichtiges HSV-Duo? Trainer Polzin klärt auf
Bei aller Enttäuschung über das 0:0 gegen Gladbach gab es für den HSV auch eine gute Nachricht: Das gefährdete Trio, bestehend aus Luka Vuskovic, Nicolás Capaldo und Trainer Merlin Polzin, hat sich keine Gelbe Karte eingefangen und verpasst das Stadtderby am kommenden Freitag (20.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) nicht gesperrt. Sorgen um den vorzeitig ausgewechselten Capaldo gab es am Samstagnachmittag zunächst dennoch. Und um Albert Sambi Lokonga, der nicht mal im Kader stand. Polzin klärte nach der Nullnummer auf.
Der Coach berichtete von einem „Schlag auf die Wade“, den Sambi Lokonga in einem der Trainings vor dem Heimspiel gegen Gladbach abbekommen hatte. „Er war nicht in der Lage, zu spielen“, sagte Polzin, der andernfalls mit Sicherheit auf den Belgier gesetzt hätte. Statt Sambi Lokonga begann Fábio Vieira im Zentrum – und wusste an der Seite von Abräumer Nicolai Remberg zu gefallen.
Schlag auf die Wade: Sambi Lokonga fehlte im HSV-Kader
Vieira zeigte viel Spielfreude, initiierte mehrere Torchancen und ließ manch einen Gladbacher per Hakentrick alt aussehen. Die gute Leistung des Portugiesen bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass er auch gegen den FC St. Pauli wieder als Rembergs Nebenmann auflaufen wird. Denn vor der Winterpause hatte Sambi Lokonga diese Rolle inne – und Polzin rechnet mit einer zeitnahen Rückkehr des 26-Jährigen. „Es ist nichts Dramatisches“, beschrieb der Trainer Sambi Lokongas Wehwechen. „Das Ziel ist, dass er am Freitag wieder zur Verfügung steht.“

Sie wollen noch mehr über den HSV erfahren? Folgen Sie HSV24 auf Instagram!
Gleiches gilt für Capaldo. Der Argentinier beschränkte sich gegen die Gladbacher nicht auf seine defensiven Aufgaben als halbrechter Innenverteidiger. Er schaltete sich auch immer wieder mit in die Offensive ein. Es war sogar Capaldo, der in der ersten Hälfte eine der größten HSV-Chancen vergab (19.). Die zweite war für ihn dann aber vorzeitig beendet: Er setzte sich in der 66. Minute auf das Spielfeld, musste behandelt und schließlich ausgewechselt werden. Das war allerdings nur eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem Capaldo in der vergangenen Trainingswoche teils hatte kürzertreten müssen.
Capaldo musste raus – aber St. Pauli-Spiel nicht in Gefahr
„Seine Art und Weise, Fußball zu spielen, ist einfach sehr intensiv“, erklärte Polzin. Bis nichts mehr ging, war Capaldo 7,69 Kilometer gelaufen. Zudem konnte der Vizekapitän auf dreimal 100 Prozent verweisen: Er gewann nicht nur alle Duelle am Boden sowie in der Luft, sondern entschied auch das eine Dribbling, das er sich zutraute, für sich. „Und dann hat er einfach gespürt, wie schon in den vergangenen Tagen, dass im Oberschenkel ein bisschen was zugeht“, so Polzin. „Wir wollten kein Risiko eingehen, dass wirklich etwas passiert. Es wird aber ähnlich wie bei Sambi nicht allzu dramatisch sein – und er wird am Freitag zur Verfügung stehen.“
Das könnte Sie auch interessieren: HSV-Noten gegen Gladbach: Vier Spieler im Zweier-Bereich
Hätte Capaldo angeschlagen durchhalten müssen, wäre auch das Risiko seiner fünften Gelben Karte bis zum Abpfiff vorhanden gewesen. So aber ging der 27-Jährige nicht nur ohne Verwarnung durch Schiedsrichter Robert Schröder vom Platz – sondern auch ohne schlimmere Verletzung. Die HSV-Fans können vor dem Stadtderby also aufatmen. Wegen Capaldo. Wegen Sambi Lokonga. Wegen Vuskovic, der trotz einiger intensiver Duelle mit Gladbachs Torjäger Haris Tabakovic ebenfalls nicht Gelb sah. Und wegen Polzin, der am Millerntor an der Seitenlinie stehen wird.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.