Stefan Kuntz guckt traurig

Stefan Kuntz ist nicht mehr Sportvorstand des HSV. Foto: imago/Jan Huebner

HSV-Knall! Boss Kuntz tritt zurück – wie es nun im Volkspark weitergeht

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Spätestens jetzt ist die besinnliche Zeit auch beim HSV vorbei. Noch bevor die Profis am Freitagnachmittag erstmals in diesem Jahr auf den Trainingsplatz marschieren werden, vermeldete der Verein einen heftigen Knall: Stefan Kuntz ist ab sofort nicht mehr Sportvorstand des Vereins! Der HSV-Aufsichtsrat kam der Bitte des 63-Jährigen nach einer sofortigen Auflösung seines Vertrages nach.

Ein Hammer im Volkspark, auf den in dieser Weise nichts hindeutete. Eigentlich wollten die Räte den ursprünglich bis Sommer 2026 laufenden Vertrag mit Kuntz verlängern, die Gespräche sollten demnächst in die entscheidende Phase gehen. Nun aber bat Kuntz aus persönlichen Gründen um das Ende seiner Tätigkeit.

Kuntz war eineinhalb Jahre Sportvorstand des HSV

„Manchmal gibt es wichtigere Dinge als Fußball. Das ist nun bei mir der Fall“, lässt sich Kuntz auf der Homepage des Vereins zitieren. „Mehr möchte ich dazu nicht sagen und bitte darum, dies zu respektieren. Dem HSV danke ich für tolle anderthalb Jahre. Ich wünsche den Teams und der gesamten Geschäftsstelle weiterhin das Beste.“


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Michael Papenfuß, Vorsitzender des HSV-Aufsichtsrates, stellt fest: „Wir entsprechen Stefans Wunsch einer vorzeitigen Vertragsauflösung und einer sofortigen Freistellung von seinen Aufgaben. Was die Gründe dafür betrifft, so respektieren wir Stefans Wunsch nach Privatsphäre vollumfänglich.“

Kuntz bat den HSV um die Auflösung seines Vertrages

Wie aber kam es zu der Entscheidung? „Die Zeit zwischen den Jahren war sehr intensiv und kein sanfter Ausklang des Jahres 2025“, so Papenfuß. „Es haben viele Gespräche in unterschiedlichen Konstellationen stattgefunden.“ Kuntz bat dann letztlich um die sofortige Auflösung seines Vertrages. Wegen eines Krankheitsfalles in der Familie möchte der Europameister von 1996 künftig mehr Zeit in seiner saarländischen Heimat Neunkirchen verbringen. Kuntz sah sich nicht mehr in der Lage, seine Aufgabe beim HSV zu 100 Prozent erfüllen zu können.

Via Instagram gab es Abschiedsworte von Kuntz an die Fans:

Der HSV ist nun auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger, will sich aber die erforderliche Zeit nehmen. „Ohne Hektik und mit Verstand“, wie Papenfuß klarstellt, „da wir uns sehr gut aufgestellt sehen. Wir haben im Aufsichtsrat dennoch längst begonnen, uns dazu auszutauschen und werden eine Entscheidung treffen, wenn wir sie mit Blick auf den HSV für die richtige halten.“ Der Boss betont aber: „Wir haben keinen Zeitdruck, sind wettbewerbs- und handlungsfähig.“

HSV-Aufsichtsratsboss Michael Papenfuß (l.) und Stefan Kuntz nach der Vertragsunterzeichnung im Mai 2024. IMAGO/Hanno Bode
HSV-Aufsichtsratsboss Michael Papenfuß (l.) und Stefan Kuntz sprechen nach der Vertragsunterzeichnung im Mai 2024 zur Presse.
HSV-Aufsichtsratsboss Michael Papenfuß (l.) und Stefan Kuntz nach der Vertragsunterzeichnung im Mai 2024.

Finanz-Vorstand Eric Huwer, Sportdirektor Claus Costa, „das gesamte Trainerteam und die zweite Führungsriege genießen, wie auch die gesamte Belegschaft, unser volles Vertrauen“.

Sportdirektor Costa muss beim HSV nun ohne Kuntz auskommen

Costa wird den HSV nun ohne Kuntz zumindest durch den Beginn der Winter-Transferperiode führen, in der der HSV in jedem Fall drei neue Profis verpflichten möchte. Noch im Sommer hatten Kuntz und Costa ein feines Näschen bewiesen und den Aufsteiger so gut verstärkt, dass er auf dem respektablen 13. Tabellenplatz überwinterte.

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Nun endete die Ära Kuntz in Hamburg abrupt. Im Sommer 2024 war er angetreten, bleiben werden vor allem die Erinnerungen an den Aufstieg im vergangenen Sommer, den Kuntz als Sportvorstand mitgestaltete.

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