Aboubaka Soumahoro und Warmed Omari nebeneinander beim HSV-Training

Warmed Omari (M.) war am Mittwoch mittendrin beim Teamtraining des HSV. Foto: WITTERS

Sperren drohen – umso wichtiger ist diese HSV-Nachricht

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Die Absage der Partie gegen Bayer Leverkusen bedeutete auch den Wegfall des eigentlich üblichen Spielersatztrainings am Tag danach. Stattdessen wurde am Mittwochmittag intensiv gearbeitet auf den Trainingsplätzen neben dem für Außenstehende gesperrten Volksparkstadion. Die Personallage gestaltete sich dabei ziemlich gut – und eine Sache dürfte HSV-Coach Merlin Polzin besonders gefallen haben.

Fabio Baldé und Anssi Suhonen kehrten nach ihren Erkrankungen auf den Rasen zurück, und auch Jean-Luc Dompé und Albert Sambi Lokonga, bei denen aufgrund ihrer Verletzungshistorie ein Ausfall gegen Leverkusen im Raum stand, mischten ganz normal mit. Die schönste HSV-Nachricht des Mittwochstrainings lieferte aber Warmed Omari.

Warmed Omari macht nächste Schritte im HSV-Training

Erstmals seit der schweren Sprunggelenksverletzung, die sich der Franzose Ende September auswärts in Berlin (0:0) zugezogen hatte, war er am Tag nach der Absage wieder Bestandteil eines Elf-gegen-Elf-Spielchens über den ganzen Platz – zumindest teilweise. Schließlich entfernte sich Omari rund eine Viertelstunde vor seinen Kollegen von der großen Übungswiese. Bis dahin hatte er das Programm, inklusive Aufwärmen mit dem Rest des Teams, aber gut verkraftet. Um keinen Rückschlag zu riskieren, wird die Intensität bei ihm kontinuierlich gesteigert. Wann Omari wieder einsatzbereit sein wird, ist derzeit nicht endgültig geklärt. Das richtige Comeback-Timing dürfte im Fall des 25-Jährigen aber besonders wichtig sein.

Nicolas Capaldo ging in Freiburg als HSV-Leader vorweg. IMAGO/Eibner
Nicolas Capaldo, hier nach dem Spiel in Freiburg, dürfte für den HSV auch gegen Leverkusen starten.
Nicolas Capaldo ging in Freiburg als HSV-Leader vorweg.

Denn: In Luka Vuskovic und Nicolás Capaldo, die beide bei aktuell vier Gelben Karten stehen, droht gleich zwei HSV-Verteidigern eine zeitnahe Sperre. Sollten der Kroate und der Argentinier am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) gegen Gladbach erneut verwarnt werden, wären sie für das Stadtderby in der kommenden Woche (Freitag, 23. Januar) gesperrt. Ob Omaris Kaderrückkehr gegen St. Pauli überhaupt als realistisch gilt, ist offen. Womöglich können Vuskovic und Capaldo die bevorstehenden Sperren aber auch noch etwas hinauszögern – und zu einem späteren Zeitpunkt würde Omari dann sofort wieder eine Startelf-Alternative für das Defensivzentrum darstellen.

Ausfall gegen St. Pauli? Capaldo und Vuskovic droht Sperre

Hinzu kommt, dass durch die Absage des Spiels gegen Leverkusen die Gelb-Rot-Sperre von Daniel Elfadli, der in Freiburg (1:2) vom Platz geflogen war, bestehen blieb. Hätte die Partie am Dienstagabend stattgefunden, wäre der Allrounder am Samstag wieder spielberechtigt gewesen. So aber wird Elfadli gegen Gladbach, wenn das Duell denn stattfindet, zuschauen müssen. Sein logischer Vertreter auf der linken Seite der Dreierkette ist Jordan Torunarigha.

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Gut für den HSV: Der Deutsch-Nigerianer hat in dieser Saison noch keine einzige Gelbe Karte kassiert. Und auch Omari wurde vor seiner Verletzung nicht verwarnt. Sobald die Mediziner bei der Leihgabe von Stade Rennes den Daumen heben, könnte er zügig in die Anfangsformation zurückkehren. In ebendieser war er zu Saisonbeginn gesetzt. Angesichts der sportlichen Leistungen von Vuskovic und Capaldo hat Polzin momentan zwar eher keinen Grund, seine Abwehrreihe umzubauen. Doch angesichts der drohenden Sperren sind die jüngsten Reha-Schritte von Omari für den Trainer umso erfreulicher.

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