Wie ersetzt der HSV seinen Kapitän in Heidenheim? Es gibt eine klare Tendenz
Viel größer könnten die Kontraste kaum sein: Nach dem Fußballfest beim 2:2 gegen den FC Bayern geht es für den HSV am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) mit dem Kellerduell beim 1. FC Heidenheim weiter. Der erste Auswärtssieg der Saison ist das Ziel. Dafür brauchen die Hamburger einen neuen Kapitän – und auch eine neue Startelf.
Es war die letzte Entscheidung des Spiels, sie ging im Jubel über den Punktgewinn gegen die Bayern aber fast unter: In der zehnten Minute der Nachspielzeit hatte Nicolás Capaldo am Samstag noch eine Gelbe Karte gesehen. Für den Argentinier war es bereits die fünfte Verwarnung in dieser Saison. Die Folge: Für das Gastspiel in Heidenheim ist der HSV-Kapitän jetzt gesperrt.
HSV-Trainer Polzin hat mehrere Optionen in der Abwehr
Wie wird Hamburgs Vorzeigekämpfer ersetzt? Für Trainer Merlin Polzin gibt es mehrere Möglichkeiten. Daniel Elfadli könnte rechts neben Luka Vuskovic in der Innenverteidigung beginnen, links würde dann Jordan Torunarigha wieder in die Startelf rücken. Wahrscheinlicher ist allerdings eine andere Variante: Capaldo soll möglichst eins zu eins ersetzt werden – ohne größere Umbauten. Für diesen Job steht Warmed Omari bereit.

Gegen die Bayern hatte der Nationalspieler der Komoren, bei dem der HSV gerade die Kaufoption gezogen hat, am vergangenen Samstag sein Comeback nach viermonatiger Verletzungspause (Außenbandriss) gefeiert. Für 17 Minuten durfte der Verteidiger im Topspiel ran. Alles lief ohne Probleme.
Der 25-Jährige: „Als ich ins Spiel gekommen bin, ging es darum, fokussiert zu sein und keine Angst mehr im Hinblick auf meine Verletzung zu haben. Das ist mir gelungen. Ich habe mich gut gefühlt, war frei im Kopf und konnte meine 100 Prozent abrufen.“
Das könnte Sie auch interessieren: „Noch nie erlebt!“ Der neue Däne ist schon vom HSV begeistert – und „bereit“
Ist Omari eine Woche später schon bereit für den nächsten Schritt – und einen Startelf-Einsatz? Die klare Antwort aus dem Volkspark lautet: Ja. Bleiben Rückschläge oder neue Probleme bis zum Wochenende aus, wird Omari in Heidenheim eine größere Rolle bekommen. Der HSV würde in der Abwehr dann auf die gleiche Besetzung setzen wie in der Hinrunde gegen den FCH. Damals saß Capaldo nur auf der Bank – und die Hamburger holten beim 2:1-Erfolg ihren ersten Bundesliga-Sieg der Saison.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.