Sorgen um Kühne! HSV-Investor mit schweren gesundheitlichen Problemen

Klaus Michael Kühne reibt sich am Auge
Klaus-Michael Kühne ist mit seiner Kühne Holding nach dem HSV e.V. ​​​​​​​der zweitgrößte HSV-Aktionär.

Es ist zuletzt still geworden um den Mann, der so viele Fäden wie kaum ein anderer Hamburger in seinen Händen hält. Regelmäßig hatte sich Klaus-Michael Kühne in den vergangenen Jahren zum HSV geäußert – oftmals kritisch, aber stets getragen von der Hoffnung auf bessere Zeiten. Diese sind für den Verein nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer längst wieder angebrochen, doch Kühne hielt sich seitdem auffallend zurück. Offenbar aus ernstem Grund: Der 88-Jährige soll gesundheitlich schwer angeschlagen sein.

Sein letzter Auftritt im Volkspark liegt schon lange zurück. Im November 2015 besuchte Kühne mit seiner Frau Christine das HSV-Heimspiel gegen Borussia Dortmund (3:1), es war die erste Partie nach den Paris-Attentaten, die Europa damals in Angst und Schrecken versetzt hatten. Danach sah man Kühne nie wieder im HSV-Stadion. Stattdessen verfolgte er die Spiele seines Lieblingsvereins vor dem Fernseher, schimpfte mitunter auch öffentlich lautstark und freute sich im vergangenen Mai umso mehr über den lang ersehnten Aufstieg. Seit einigen Monaten jedoch soll beim HSV-Mäzen tiefer Frust vorherrschen.

HSV-Mäzen Klaus-Michael Kühne ist schwer erkrankt

Grund dafür sind körperliche Beschwerden, die dem Milliardär enorm zu schaffen machen. Nach MOPO-Informationen musste sich Kühne einem aufwendigen Eingriff unterziehen, seine Beweglichkeit ist enorm eingeschränkt. Gebrechen, die eine Kettenreaktion zur Folge haben, seelisch wie körperlich. Der HSV-Anteilseigner soll seit Längerem nicht mehr in der Lage sein, reisen zu können.

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Dazu muss man wissen: Auch wenn sich Kühnes öffentliche Auftritte schon in den vergangenen Jahren in Grenzen hielten, war der gebürtige Hamburger mit Wohnsitz in der Schweiz über Jahrzehnte hinweg viel unterwegs. Kühne liebt das Reisen, die Bewegung und Aktivität. Dass ihm all das nun seit geraumer Zeit nicht mehr möglich ist, soll ihn extrem frustrieren und sich zusätzlich negativ auf seinen Gesundheitszustand auswirken. Die Lage sei als ernst einzustufen, heißt es aus seinem Umfeld.

Kühne hält beim HSV noch immer 13,5 Prozent der Aktien

Auch Wegbegleiter des Unternehmers, dem die Kühne Holding AG gehört, zeigen sich sehr besorgt. In den feinen Hamburger Kreisen sind Kühnes Leiden längst zum Tuschelthema geworden. Sein Sekretariat beantwortete eine MOPO-Nachfrage mit der Auskunft, dass es dem Milliardär nicht gut gehe und er keine Stellungnahmen abgeben wolle.

Der Hamburger Milliardär Klaus Michael Kühne gilt als der reichste Deutsche. (Archivbild)
Der Hamburger Milliardär Klaus-Michael Kühne gilt als einer der reichsten Deutschen.

Beim HSV ist Kühne einflussreichster Geldgeber, wenngleich er seine Anteile an der HSV Fußball AG & Co. KGaA zuletzt reduzierte. Statt einst 21 Prozent hält der Mäzen zwar nur noch 13,5 Prozent der Aktien, ist nach dem Mutterverein HSV e.V. (75,1 Prozent) jedoch weiterhin der zweitgrößte Anteilseigner – vor der Sparda-Bank (die Mitte 2025 insgesamt 7,5 Prozent von Kühne erwarb) und der Hanse-Merkur (knapp sieben Prozent). Zudem besitzt der HSV-Gönner bis Sommer 2029 die Namensrechte am Volksparkstadion.

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Das US-Magazin „Forbes“ weist Kühne mit einem geschätzten Vermögen von umgerechnet 33,9 Milliarden Euro als aktuell zweitreichsten Deutschen hinter Dieter Schwarz (Schwarz-Gruppe/35,1 Milliarden) aus. Damit rangiert er weltweit auf Rang 39. In Hamburg sorgte Kühne zuletzt mit der Ankündigung für Aufsehen, den Bau der neuen Oper durch Gelder seiner Stiftung mit 340 Millionen Euro unterstützen zu wollen.

Es ist zuletzt still geworden um den Mann, der so viele Fäden wie kaum ein anderer Hamburger in seinen Händen hält. Regelmäßig hatte sich Klaus-Michael Kühne in den vergangenen Jahren zum HSV geäußert – oftmals kritisch, aber stets getragen von der Hoffnung auf bessere Zeiten. Diese sind für den Verein nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer längst wieder angebrochen, doch Kühne hielt sich seitdem auffallend zurück. Offenbar aus ernstem Grund: Der 88-Jährige soll gesundheitlich schwer angeschlagen sein.