Nicolás Capaldo wurde auf dem Spielfeld von den HSV-Ärzten behandelt – und musste danach raus.

Nicolás Capaldo wurde auf dem Spielfeld von den HSV-Ärzten behandelt – und musste danach raus. Foto: WITTERS

Sorgen um die HSV-Maschine: Wie schlimm hat es Capaldo erwischt?

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Neben dem Ergebnis brachte das Heimspiel gegen RB Leipzig noch eine schlechte Nachricht für den HSV: Nicolás Capaldo musste bei der verdienten 1:2-Niederlage früh ausgewechselt werden. Nach dem Abpfiff schlich der Leader mit gesenktem Kopf durch die Mixed Zone, ein Interview lehnte er mit der Bitte um Verständnis ab. Dafür sprach Merlin Polzin am späten Sonntagabend über die Verletzung seines Profis.

Capaldo war in den ersten zehn Spielminuten gleich zweimal in höchstem Tempo die rechte Seitenlinie heruntergelaufen. Mit dem Ball am Fuß, verfolgt von einem Leipziger. Nach einem dieser intensiven Sprints fasste er sich aber direkt an den linken inneren Oberschenkel, verzerrte dabei sein Gesicht. Und dann ging er nach einer Viertelstunde zu Boden. Die HSV-Mediziner behandelten die linke Leistengegend des Argentiniers, der sich zwar noch nicht aufgeben wollte und daher auf den Rasen zurückkehrte. Doch vier weitere Minuten später hatte Capaldo ein bitteres Einsehen: Es ging nicht mehr. Er schlug frustriert seine Hände vor sein Gesicht und musste runter.

HSV-Profi Nicolás Capaldo musste gegen Leipzig früh raus

Für Capaldo kam Warmed Omari ins Spiel, der beim 1:1 in Mainz in der Startelf gestanden hatte. Dort hatte Luka Vuskovic gesperrt gefehlt. Weil der Kroate nun aber wieder dabei war, rotierte Omari heraus, Jordan Torunarigha rückte dafür aus der Mitte der Dreierkette auf die halblinke Seite und Capaldo von dort zurück auf die halbrechte. Dort ist der Vizekapitän seit Monaten gesetzt. In der Liga verpasste die Zweikampfmaschine nur das 1:4 in Köln wegen Wadenproblemen und das 2:0 in Heidenheim wegen seiner fünften Gelben Karte komplett. Im DFB-Pokal erhielt er sowohl in der 2. Runde in Heidenheim (1:0) als auch beim Achtelfinal-Aus gegen Kiel (3:5 n.E.) eine Pause.


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Weil der HSV in der Innenverteidigung gut aufgestellt ist, Coach Polzin neben Omari auch Daniel Elfadli in der Hinterhand hat, war ohnehin davon auszugehen, dass Capaldo am Mittwochabend (20.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) beim Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen nicht beginnen würde. Aus Schonungsgründen. Polzin hatte bereits Rotation angekündigt, um die Belastung in der englischen Woche zu verteilen – wohl auch mit Blick auf Capaldo. Nun aber muss der Trainer aller Voraussicht nach verletzungsbedingt auf den 27-Jährigen verzichten.

MRT-Analyse am Montag – Mittwoch kommt Leverkusen

„Beim Flankenlauf zu Beginn der ersten Halbzeit ist es bei Capi ein bisschen reingezogen“, sagte Polzin nach der Pleite. Die exakte Stelle der Blessur habe er aus der Ferne nicht erkennen können. Eine MRT-Untersuchung am Montag soll eine Diagnose ergeben. „Ich kann es jetzt noch nicht absehen, ob es im besten Fall nur etwas Kleines ist“, sagte Polzin, der gegen Leverkusen definitiv Linksverteidiger Miro Muheim ersetzen muss, der in Hälfte zwei seine fünfte Gelbe sah. In der defensiven Fünferreihe dürfte es also mindestens zwei Startelf-Wechsel geben.

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Welchen Stellenwert Capaldo für das HSV-Spiel hat, hatte Polzin in der Woche vor dem Leipzig-Spiel noch einmal erklärt: „Capi ist ein wichtiger Spieler in unserem Führungsspielerkreis, er hat sehr häufig die Binde getragen und die neue Position unfassbar gut angenommen.“ Deshalb war es auch keine Option für den Trainer, Capaldo eine Position weiter nach vorne auf die rechte Schiene zu stellen. Dort begann am Sonntagabend William Mikelbrencis, weil Bakery Jatta krankheitsbedingt fehlte. Ob der Gambier gegen Leverkusen wieder spielen kann, ist noch offen.

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