Sieben Angebote! Neue Entwicklung im Poker um HSV-Star Dompé
Dass er für sein Zuspätkommen vor dem Spiel in Münster (2:1) mit einem Platz auf der Bank bestraft wurde, hat Jean-Luc Dompé laut Merlin Polzin einsichtig und entspannt aufgenommen. Und auch mit dem Fakt, dass sein HSV-Vertrag in wenigen Monaten ausläuft und seine Zukunft daher weiter unklar ist, soll der Franzose locker umgehen. Der Grund: Dompé liegen inzwischen einige Offerten vor, zwischen denen er bald auswählen könnte.
Die Betonung liegt allerdings auf dem Konjunktiv: könnte. Denn vorerst müssen die Gespräche zwischen Dompé, seinem Berater und den HSV-Bossen um Stefan Kuntz fortgesetzt werden. Es hatte sich bereits angedeutet, dass im Vertragspoker um den Flügelflitzer ein längerer Stillstand bevorstehen würde, weil man sich in Dompés Agentur während des Januars voll auf die Winter-Transferperiode fokussierte. Und auch im Volkspark galt es, einige Kader-Baustellen zu schließen, deshalb wurde der im Belek-Trainingslager konkretisierte Austausch wieder ausgesetzt.
Noch kein Zeitplan bei neuen HSV-Gesprächen mit Dompé
Seit dem Treffen von Kuntz mit Dompés Berater Anfang 2025, das noch einige Differenzen bei den Vorstellungen des Vereins einerseits und der Spielerseite andererseits offenbarte, sind inzwischen einige Wochen vergangen. Die MOPO erfuhr nun, dass es aber noch immer keinen konkreten Zeitplan gibt, wann man sich – vermutlich in Hamburg – wieder zusammensetzen möchte. Erst in den kommenden Wochen soll es dazu kommen. Und dann wollen Dompé und seine Agenten wissen, was man ihnen anbietet. Aktuell läuft der HSV-Kontrakt des 29-Jährigen Ende Juni aus.
Mit meiner Anmeldung stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Das Gute aus Sicht des HSV: Dompés Priorität und Wunsch ist es weiterhin, mit dem Verein in der Bundesliga zu spielen. Sein Gefühl spricht nach wie vor für Hamburg, er fühlt sich wohl, schätzt die HSV-Fans und will sie mit dem Aufstieg beschenken. Ob Dompé übers Saisonende hinaus bleiben wird, hängt aber nicht nur an der Frage, ob der HSV die Bundesliga-Rückkehr packt, sondern vor allem auch daran, was die Bosse um Kuntz ihm vertraglich bieten.
MLS, Russland und Saudi-Arabien keine Option für Dompé
Am Ende, so heißt es momentan, liege alles am HSV und seiner Offerte. Und wenn die nicht zufriedenstellend ist, wird sich die Spielerseite umorientieren. Nach MOPO-Informationen liegen derzeit sieben Angebote anderer Klubs für Dompé auf dem Tisch. Auch innerhalb Deutschlands soll es Interessenten geben. Außerdem haben sich Vereine aus der US-amerikanischen MLS nach Dompé erkundigt, einen Wechsel dorthin erwägt der Außenbahnspieler aber in der gerade wohl besten Phase seiner Karriere nicht. Auch ein Transfer nach Russland, von wo ebenfalls Interesse bekundet wurde, oder nach Saudi-Arabien, von wo es im Sommer gar konkrete Offerten gab, ist für ihn kein Thema.
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Die anderen vorliegenden Angebote sorgen jedoch dafür, dass sich Dompé trotz des auslaufenden Arbeitspapiers aktuell nicht den Kopf zerbricht. Anders formuliert: Der formstarke Fan-Liebling sorgt sich nicht um seine Zukunft. Ob ebendiese über den Sommer hinaus im Volkspark liegen wird, hängt an den Vertragsinhalten, die der HSV ihm in naher Zukunft präsentieren wird – oder auch nicht. Dann wird man in Dompés Lager prüfen, was die Offerte des HSV – der grundsätzlich gewillt ist, zu verlängern – im Vergleich zu den anderen sieben (oder dann mehr) bedeutet.