Sie will für die HSV-Frauen weiter Unruhe stiften
Andrea Norheim zerrt an Melanie Brunnthaler, bringt sie aus dem Tritt – doch die HSV-Stürmerin kann den Ball vor ihrem Sturz noch zu Lotta Wrede spielen, die dann zum 1:0 gegen Leipzig trifft. Für die Österreicherin eine typische Szene. „Wenn man mich foult, bringt mich das nicht aus der Ruhe“, sagt Brunnthaler, die oft unsanft angegangen wird. Drei Tore und drei Vorlagen stehen auf ihrem Konto, seit sie im Sommer aus St. Pölten zum HSV gewechselt ist.
„Für eine Stürmerin ist es wichtig, Räume zu schaffen und an Toren beteiligt zu sein“, skizziert die 25-Jährige ihre Aufgabe und verspricht: „Ich werde weiter Unruhe stiften da vorne.“ Allein, das Spiel gegen Leipzig ging 1:3 verloren, was zu Unruhe beim Blick auf die Tabelle führt: Der HSV steht auf einem Abstiegsplatz – und vor schwierigen Spielen am Sonntag in Hoffenheim und danach gegen Werder Bremen. Beim 1:4 im Hinspiel gegen Hoffenheim erzielte Brunnthaler das HSV-Tor.
Brunnthaler hofft auf ein Siegtor für die HSV-Frauen
Ein eigenes Tor und einen Sieg erlebte „Brunni“ zuletzt im Mai 2025 im österreichischen Pokalfinale mit St. Pölten – vor nur 1500 Zuschauer:innen. Selbst in Winter kommen mehr als doppelt so viele Menschen zu den HSV-Heimspielen. „Es ist immer schön, wenn man aus dem Spielertunnel in so ein großes Stadion kommt und von den Fans getragen wird“, sagt Brunnthaler: „Österreich und Deutschland kann man da nicht vergleichen.“
Das könnte Sie auch interessieren: Neue HSV-Stürmerin aus Norwegen ist Brasilien-Fan
Zum Vergleich auf dem Platz kommt es im April gleich zweimal, wenn Österreich und Deutschland in der WM-Quali aufeinandertreffen. „Ich hoffe, dass ich da mitmischen kann“, blickt Brunnthaler voraus: „Aber im Moment befassen wir uns damit nicht.“ Denn für Österreich stehen vorher Spiele gegen Norwegen und Slowenien an. Und für den HSV der Abstiegskampf.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.