Camilla Linberg und Magou Doucouré bejubeln ein Tor für die HSV-Frauen in Hoffenheim

Die Matchwinnerin lässt sich feiern: Camilla Linberg (r./mit Magou Doucouré) und die HSV-Frauen überragten in Hoffenheim. Foto: imago/foto2press

Sensation in Hoffenheim! Überragende HSV-Frauen feiern Big Points im Abstiegskampf

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Das Strahlen und die Erleichterung waren jeder einzelnen Hamburgerin anzusehen. Kein Wunder, nach diesen 90 Minuten. Mit einer extrem starken Leistung gewannen die HSV-Frauen völlig überraschend beim ambitionierten Bundesliga-Fünften TSG Hoffenheim mit 4:0 (2:0) und sammelten damit unglaublich wichtige Punkte im Abstiegskampf. Nicht nur, dass das Team von Trainerin Liése Brancão die Abstiegsplätze verlässt – der Sieg im Kraichgau ist vor allem deshalb Gold wert, weil zuvor bereits die direkte Konkurrenz ähnlich sensationell gepunktet hatte.

Ja, die Sorgen um den Verbleib in der Bundesliga sind natürlich nicht einfach weggeblasen. Dafür ist der Vorsprung auf die bedrohten Ränge (zwei Punkte) viel zu gering. Und doch war spürbar, dass der überraschende, überragende und zugleich verdiente Sieg in Hoffenheim den HSV-Frauen einen kräftigen Energie-Boost im Abstiegskampf gegeben hat.

Linberg bringt HSV-Frauen in Hoffenheim früh in Führung

Die Norwegerin Camilla Linberg bescherte den HSV-Frauen direkt einen Start nach Maß. In dem bei eisigen Temperaturen nur spärlich gefüllten Dietmar-Hopp-Stadion erzielte Linberg per direkt verwandeltem Freistoß traumhaft ihr erstes Bundesliga-Tor (18.) und sorgte damit für laute Jubelschreie der Hamburgerinnen – und der vereinzelt mitgereisten Fans auf der Tribüne, die das Team unermüdlich mit Trommeln anfeuerten. Sie wurden belohnt.

Camilla Linberg (Mitte) erzielte in Hoffenheim ihre ersten zwei Tore für die HSV-Frauen. IMAGO/speedshot
Camilla Linberg erzielt ein Tor für die HSV-Frauen in Hoffenheim
Camilla Linberg (Mitte) erzielte in Hoffenheim ihre ersten zwei Tore für die HSV-Frauen.

Denn die erst im Winter nach Hamburg gewechselte Linberg hatte Lust auf mehr. Nach einem Konter bestrafte die 26-Jährige eine Unaufmerksamkeit in der Hoffenheimer Defensive und erhöhte auf 2:0 (33.). Die TSG-Frauen – immerhin die zweitbeste Defensive der Bundesliga – waren an diesem Abend völlig von der Rolle. Wie Europapokal-Anwärterinnen traten die Gastgeberinnen nicht auf. Ganz anders der HSV, der nach den beiden Treffern immer selbstbewusster wurde und durch Sophie Hillebrand sogar noch vor der Pause das dritte Tor hätte nachlegen können (44.).

Auch Wrede und Hillebrand treffen für die HSV-Frauen

Wer nun aber dachte oder aus TSG-Sicht vielleicht die Hoffnung hatte, die Dinge würden sich nach der Pause wieder zurechtrücken, wurde eines Besseren belehrt. Stattdessen waren es abermals die Hamburgerinnen, die nach einem weiteren Konter jubeln durften – die erst 17-jährige Lotta Wrede vollendete technisch geschickt zum 3:0 (54.). Und nachdem Torjägerin Hillebrand noch an einem starken Reflex von Torhüterin Laura Dick gescheitert war (62.), erzielte wenig später auch sie ihr Tor (69.). 4:0!

Sie können es kaum glauben: Die HSV-Frauen durften in Hoffenheim gleich viermal jubeln – die Gastgeberinnen dagegen ist die Enttäuschung anzusehen. IMAGO / Passion2Press
HSV-Frauen bejubeln ein Tor in Hoffenheim
Sie können es kaum glauben: Die HSV-Frauen durften in Hoffenheim gleich viermal jubeln – die Gastgeberinnen dagegen ist die Enttäuschung anzusehen.

Ein Sieg, der den Hamburgerinnen nicht nur fürs Selbstbewusstsein guttun wird – sondern auch fürs Torverhältnis. Auf einmal hat der HSV im Kampf um den Klassenerhalt nämlich die beste Differenz aller Teams im Tabellenkeller.

Auch SGS Essen punktet überraschend in Wolfsburg

Für den HSV war es bereits der zweite Sieg seit der Winterpause nach dem umjubelten Jahresauftakt gegen Essen (2:1) – und er war nicht nur wichtig, um aus dem Formtief von zuletzt zwei Niederlagen in Folge rauszufinden. Nachdem die SGS Essen am Nachmittag sensationell beim VfL Wolfsburg gepunktet hatte (1:1), wähnte man sich im Ruhrgebiet schon als Sieger des Spieltags im Abstiegskampf.

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Mit dem Dreier aber distanziert Hamburg den Tabellennachbarn auf zwei Punkte und verschafft sich vor den nächsten schweren Aufgaben ein wenig Luft. Kommende Woche nämlich gastiert Werder Bremen zum Nord-Derby im Volksparkstadion – und danach geht’s im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen die übermächtigen Stars des FC Bayern.

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