Schon wieder! Der rätselhafte Schiri-Fluch des HSV

Schiedsrichter Wolfang Haslberger
Schiedsrichter können vielleicht auch bald im Profifußball Zeitstrafen aussprechen.

Man kann sich in etwa vorstellen, wie die HSV-Verantwortlichen reagierten, als der DFB bekanntgab, welchen Schiedsrichter er am Samstag nach Wiesbaden (13 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) entsendet. Wolfgang Haslberger also, ein Name, der vor allem Achselzucken hervorrief. Niemals zuvor leitete der 30 Jahre alte Bayer eine Partie des HSV und setzt damit eine Serie fort, die im Hamburger Lager nicht wirklich für Freude sorgt.

Der HSV und sein rätselhafter Schiri-Fluch. Zwei Mal trat das Team von Trainer Tim Walter im September bei Aufsteigern an, verlor sowohl in Elversberg als auch in Osnabrück mit 1:2. Kurios: Beide Male pfiffen Schiedsrichter, die noch nicht allzu lange im Profi-Geschäft aktiv sind und niemals zuvor eine HSV-Partie leiteten. Das ist angesichts der langen Tradition der Hamburger durchaus ungewöhnlich.

HSV-Neulinge pfiffen gegen Elversberg und Osnabrück

Nun geht’s zum dritten Aufsteiger – und erneut schickt der DFB einen eher unerfahrenen Referee. Läuft es diesmal besser für den HSV?

Schiedsrichter Patrick Schwengers
Der HSV haderte in Elversberg mit vielen Entscheidungen von Schiedsrichter Patrick Schwengers.

Zumindest in Elversberg waren die Verantwortlichen unzufrieden mit dem Unparteiischen. Patrick Schwengers (28) aus Travemünde lag mehrfach falsch, erhielt die MOPO-Note 5,5 und musste sich hinterher Kritik von HSV-Sportvorstand Jonas Boldt gefallen lassen: „Mir hat die Linie und vor allem das Verständnis für ein Fußballspiel gefehlt.“

Eine Woche später war dann Florian Exner (33) Leiter der Partie in Osnabrück. Wieder ein eher unerfahrener Referee, aber: Diesmal spielte der HSV grottenschlecht, Exner traf keine Schuld an der Pleite.

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Und nun? Auch Haslberger, der in dieser Saison zwei Zweitligapartien leitete, betritt Neuland. Dass es bei HSV-Partien aufgrund der stets ausverkauften Stadien und Walters Impulsivität schnell hitzig werden kann, ist bekannt. Offen, wie der junge Referee damit klarkommt.