Schock-Diagnose bei Muheim: HSV-Profi vor dem Saison-Aus
Er zählt zu den absoluten Dauerbrennern des HSV, ist im Endspurt aber zum Zuschauen verdammt: Für Miro Muheim ist die Saison wohl beendet. Der Schweizer war beim Nordderby (1:3) am Samstag verletzt ausgewechselt worden, nun teilte der Verein die Diagnose mit. Sie kommt einer Hiobsbotschaft gleich.
Muheim hat sich laut dem HSV „eine Verletzung der vorderen Syndesmose im rechten Sprunggelenk zugezogen“. Zunächst wurde befürchtet, dass das Knie des Linksverteidigers beim Zweikampf mit Werder-Profi Leonardo Bittencourt beschädigt worden war. Die MRT-Untersuchung im Athleticum am Volkspark ergab am Montag ein anderes Bild – aufatmen kann der Verein aber nicht. Im Gegenteil.
Miro Muheim erlitt eine Verletzung im Sprunggelenk
Der HSV schreibt in seinem Kommuniqué, dass die Blessur „voraussichtlich“ das Saison-Aus für Muheim bedeutet. Das ist bei einer Knöchelverletzung dieser Art ziemlich wahrscheinlich. Der HSV trifft am Samstag (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) auf die TSG Hoffenheim und hat danach nur noch drei weitere Partien. Es ist nicht davon auszugehen, dass Muheim in Frankfurt (2. Mai), gegen Freiburg (10. Mai) oder in Leverkusen (16. Mai) noch mal auf den Rasen zurückkehren wird.

Merlin Polzin muss im Finish der Spielzeit somit auf einen eigentlich unersetzlichen Profi verzichten. Muheim bestritt seit dem Aufstieg 28 von 30 Ligaspielen, fehlte lediglich zweimal gesperrt. Beim 0:1 gegen Leverkusen Anfang März, als er wegen seiner fünften Gelben Karte zuschauen musste, wurde er auf der linken Seite durch Giorgi Gocholeishvili ersetzt. Beim 0:4 in Stuttgart, das Muheim vor eineinhalb Wochen aufgrund einer Rotsperre verpasste, stellte Polzin den offensiveren Fabio Baldé auf. Und nun?
Ist jetzt sogar die WM für den HSV-Schweizer in Gefahr?
Des Trainers Glück ist, dass Bakery Jatta in Bremen sein Comeback feierte. Der Gambier wurde in der 75. Minute für den verletzten Muheim eingewechselt. Dafür rückte William Mikelbrencis auf die linke Seite. Diese Variante dürfte jetzt auch die wahrscheinlichste für die nächsten Partien sein – optimal ist sie aber nicht.
Der Muheim-Schock trifft die Hamburger hart. Und der 28-Jährige muss womöglich sogar um die WM zittern. Schweiz-Coach Murat Yakin hat Muheim eigentlich fest eingeplant für das Turnier, jetzt aber hängt die Nominierung entscheidend von der Genesung des HSV-Profis ab. Auf dem Spielfeld kann er vorerst keine Argumente in eigener Sache mehr sammeln.
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„Für Miro ist es natürlich extrem ärgerlich – und für uns auch“, sagte Claus Costa am Dienstagnachmittag. „Aber jeder, der Miro kennt, weiß, dass er alles daran setzen wird, möglichst schnell wieder auf den Platz zurückzukehren.“ Der Sportdirektor hofft, dass Muheim vor der Sommerpause „vielleicht noch mal zur Verfügung steht“, zumal er weiß, dass der HSV-Leader „das Riesenziel WM“ vor Augen habe. Deshalb und aufgrund von Muheims Rolle im Volkspark sei der Ausfall „super bitter“. Doch Costa verspricht: „Wir haben genügend Alternativen – und das volle Vertrauen.“
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