„Schlechteste Tor meiner Karriere“: HSV-Star Vieira lästert über sein 1:1 in Mainz

Fábio Vieira (l.) bejubelt sein Tor zum 1:1 für den HSV in Mainz.
Große Freude nach einem glücklichen Tor: Die HSV-Profis Fábio Vieira (l.) und Nicolás Capaldo.

Sollte er den HSV im Sommer wirklich wieder verlassen, werden ihm viele Fans hinterhertrauern. Beim 1:1 (0:1) in Mainz offenbarte Fábio Vieira einmal mehr, wie wertvoll er für seine Mannschaft ist – auch wenn bei seinem Treffer Glücksgöttin Fortuna kräftig mithalf und er anschließend erklärte: „Man könnte sagen, dass das vielleicht das schlechteste Tor meiner Karriere war …“

Bei aller Freude über sein Tor konnte und wollte sich Vieira einen Seitenhieb nicht verkneifen, es platzte förmlich aus ihm heraus. „Das war einer der schlechtesten Plätze, die ich dieses Jahr in der Bundesliga erlebt habe“, stellte Hamburgs Torschütze nach den heiß umkämpften 90 Minuten fest und legte nach: „Er ist in einem sehr jämmerlichen Zustand.“ Das aber konnte den Zauberfuß nicht von seinem dritten Saisontor abhalten – wenngleich er für diesen Treffer weniger konnte, als ihm vermutlich lieb war.

Vieira traf nach 64 Minuten zum HSV-Ausgleich in Mainz

64 Minuten waren gespielt, als Vieira 23 Meter vor dem Mainzer Tor zum Freistoß antrat. Eine perfekte Position. Sein Schuss aber segelte mittig in die Mauer, wurde von Philipp Mwene jedoch so unglücklich abgefälscht, dass die Kugel flach rechts ins Tor segelte. Vieira nahm es, wie es kam: „Ein Tor ist immer ein Tor, also freue ich mich über dieses Tor, auch wenn es etwas glücklich war.“

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Für Vieira war es bereits der dritte Saisontreffer, hinzu kommen vier Vorlagen. Eine ordentliche Quote in seinen bislang 17 Einsätzen. Auffällig, dass der von Arsenal geliehene Spielmacher (Kaufoption: 20 Millionen Euro) längst zum Chef im HSV-Mittelfeld geworden ist. Auch wenn nicht immer alles funktioniert: Vieira gibt den Takt vor und kann gefühlt in jedem Moment den Unterschied machen.

Die Mainzer begegneten dem HSV mit reichlich Härte

Den Punkt in Mainz nahm er mit, auch wenn er eigentlich mehr wollte: „Wir kannten die Schwierigkeit des Spiels, aber wir sind mit dem Ziel gekommen, zu gewinnen. Letztlich haben wir einen Punkt geholt und sind damit zufrieden.“ Auch mit der Härte der Mainzer kam der Filigran-Techniker unterm Strich gut zurecht: „Dieser Gegner ist sehr aggressiv. Aber wir wussten, dass wir auf ein Team mit diesem Spielstil treffen würden und waren gut darauf vorbereitet.“

Fábio Vieira trifft zum 1:1 für den HSV in Mainz.
Glücklich aber verdient: Fábio Vieira trifft zum 1:1 für den HSV.

Vor allem für einen seiner Mitspieler fand er lobende Worte. Jordan Torunarigha vertrat den gelbgesperrten Luka Vuskovic in der Abwehrmitte nahezu fehlerfrei. Vieira: „Wir wissen, dass wir Lücken schließen können, wenn ein Spieler fehlt. Diesmal war Luka nicht dabei. Aber wir hatten Jordan und er hat auf dieser Position ein großartiges Spiel gemacht. Jeder bei uns ist engagiert – das ist das Wichtigste.“

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Nach zehn Punkten aus den vergangenen sechs ungeschlagenen Spielen freuen sich Vieira und der HSV nun auf einen Heimspiel-Doppelpack. Kommende Woche Sonntag kommt zunächst Leipzig in den Volkspark (1.3.), drei Tage später ist Leverkusen zu Gast. Der Portugiese weiß: „Wir sind in einer sehr guten und positiven Phase und hatten jetzt viele Spiele ohne Niederlage. Das zeigt, wie gut wir es machen. So soll es weitergehen.“ Zur Not mit einem Glücks-Tor wie diesmal in Mainz.