Schiedsrichter Florian Badstüner (r.) bei der Partie des HSV im Mai 2023 in Sandhausen.

Ein Tag in Sandhausen, den kein HSV-Fan je vergessen wird. Florian Badstübner leitete im Mai 2023 die denkwürdige Partie. Foto: WITTERS

Schiri gegen Union: Einen seiner Pfiffe werden HSV-Fans niemals vergessen

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Sechs Platzverweise kassierte der HSV in dieser Saison bereits, damit ist der Aufsteiger auf diesem Gebiet die unrühmliche Nummer eins der Bundesliga. So könne es auf keinen Fall weitergehen, lautete eine der wichtigsten Vorgaben des Trainerstabes für die laufende Rückrunde. Das klappte zuletzt gut, in den vergangenen vier Partien kamen die HSV-Profis ungeschoren davon. So könnte es auch am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) gegen Union Berlin bleiben, denn der DFB schickt einen Schiedsrichter in den Volkspark, der noch nie einen Hamburger vom Platz stellte. Aber: Einer seiner Pfiffe sorgte einst für Szenen, die kein HSV-Fan, der dabei war, jemals vergessen dürfte.

Der 28. Mai 2023 war ein Tag, der auf sehr spezielle Weise in die Geschichte des HSV einging. Weil er zwischenzeitlich so schön war und dann binnen Sekunden in einem realen Albtraum mündete …

Im Mai 2023 feierten die HSV-Fans zu früh den Aufstieg

Florian Badstübner war der Schiedsrichter, der damals den 1:0-Sieg des HSV in Sandhausen leitete. Nachdem er ein letztes Mal in seine Pfeife geblasen hatte, brachen alle Dämme. Tausende HSV-Fans fluteten im Gefühl des sicher geglaubten Aufstiegs den Rasen. Ein Trugschluss, wie sich kurz darauf herausstellte. Konkurrent Heidenheim traf tief in der Nachspielzeit noch zweimal in Regensburg, der Rest ist traurige HSV-Geschichte.

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Zieht man Badstübners bisherige zehn Aufeinandertreffen mit dem HSV zu Rate, sticht diese Partie heraus. Grundsätzlich aber lief es gut, wenn der in Rodewisch geborene Sachse an der Pfeife war. Zwar setzte es zunächst drei Pleiten, in den folgenden sieben Partien aber blieb der HSV unter Badstübners Leitung ungeschlagen. Zudem verhängte der 35-Jährige noch niemals einen Platzverweis gegen die Hamburger.

HSV-Regisseur Fábio Vieira sah im Hinspiel bei Union Rot

Das soll auch am Samstag gegen Union so bleiben. Insbesondere Fábio Vieira hat finstere Erinnerungen an das 0:0 aus dem Hinspiel. Nach seinem harten Einsteigen gegen Unions Leopold Querfeld sah der HSV-Regisseur in der achten Minute der Nachspielzeit Rot – eine harte und heftig diskutierte Entscheidung. Hinzu kamen fünf Gelb-Rote Karten für Profis des HSV in dieser Spielzeit. Reichlich Stoff für Enttäuschung und teilweise Unverständnis.

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Mittlerweile aber sieht man überwiegend lachende Gesichter im Volkspark. Nach schwerem Start hat sich der HSV bestens in der Bundesliga akklimatisiert und könnte mit einem Sieg gegen Union sogar bis auf Rang neun klettern. Bringt Badstübners letzter Pfiff des Tages diesmal Glück?  

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