Riesen-Überraschung! HSV hat über die Kuntz-Nachfolge entschieden
Vier Monate lang suchte der HSV-Aufsichtsrat den Nachfolger von Stefan Kuntz. Nun sind die Räte fündig geworden – und wollen in Kürze eine faustdicke Überraschung präsentieren: Kathleen Krüger, die aktuell als Leiterin Organisation und Infrastruktur beim FC Bayern tätig ist, soll zeitnah als neue Sportvorständin vorgestellt werden.
Mit der Inthronisierung der 40 Jahre alten Krüger, auf die sich der HSV-Aufsichtsrat festgelegt haben soll, gelingt den Kontrolleuren ein Coup, auf den bis zuletzt zumindest öffentlich nichts hindeutete. Andere Namen wurden genannt, von Ex-BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl über den früheren Augsburg-Boss Stefan Reuter bis hin zu Gerüchten um Ex-HSV-Vorstand Dietmar Beiersdorfer. Den Job aber soll Krüger erhalten.
Der HSV-Aufsichtsrat hat sich für Krüger entschieden
Wie das „Abendblatt“ zuerst berichtete, sollen sich die Kontrolleure im Laufe des Dienstags im Rahmen einer Sitzung mehrheitlich auf Krüger für die Kuntz-Nachfolge geeinigt haben. In den kommenden Tagen soll sie ihren Vertrag im Volkspark unterschreiben.

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So überraschend die Personalie auch kommt: Krüger setzt damit beim HSV eine Tradition fort, die bereits 2003 begründet wurde. Damals wurde Katja Kraus (55) zur ersten Vorständin eines Fußball-Bundesligisten und übte diesen Job bis zum Frühjahr 2011 aus. Krüger wird nun die zweite Frau im HSV-Vorstand, den sie künftig gemeinsam mit Finanzboss Eric Huwer bilden wird.
Krüger ist seit 2009 für den FC Bayern tätig
Was zeichnet die neue HSV-Vorständin aus? In den Gesprächen mit dem vom HSV beauftragten Headhunter Henrik Mook (Firma Pedersen & Partners) soll Krüger einen letztlich exzellenten Eindruck hinterlassen und insbesondere in Bezug auf Zukunftsvisionen und Strategien überzeugt haben. Bei den Bayern begann sie 2009 zunächst als Assistentin des damaligen Sportdirektors Christian Nerlinger, ehe sie ab 2012 unter Trainer Pep Guardiola als Teammanagerin fungierte. Vor knapp zwei Jahren dann stieg sie zur Leiterin Organisation und Infrastruktur beim Rekordmeister auf.

Dass die HSV-Wahl auf Krüger fällt, verdeutlicht, dass die Räte auf keinen klassischen Kuntz-Nachfolger setzen wollen. Der Europameister von 1996, dessen Engagement im Volkspark Ende des vergangenen Jahres endete, war fast ausschließlich für die sportlichen Belange tätig. Krüger ist deutlich breiter aufgestellt.
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Als Kandidat für den Posten galt längere Zeit auch Claus Costa, der allerdings Sportdirektor des Vereins bleiben soll. Krüger kennt er bereits bestens. Gemeinsam absolvierten sie einst den Manager-Lehrgang des DFB, den sie im Mai 2023 erfolgreich abschlossen. Künftig sollen sie nun den HSV Hand in Hand weiter nach vorn bringen.
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