„Richtig geil!“ HSV-Profi genießt Fan-Pöbeleien – und wundert sich über den Schiri
Ein Derby zum Genießen war das sicher nicht. Viel Abnutzungskampf und wenig Torchancen bekamen die 29.183 Zuschauer beim 0:0 im Millerntor-Stadion von beiden Mannschaften geboten. Einer, der es trotzdem zumindest teilweise genossen hat, war Nicolai Remberg. Gemeint waren damit allerdings vor allem die Atmosphäre – und ein paar Anfeindungen der St.-Pauli-Anhänger.
„Die Fans haben uns angeschrien und bepöbelt. Das ging schon los, als wir aus dem Bus gekommen sind“, erklärte der Mittelfeldabräumer, der die Provokationen „richtig geil“ fand. „Mir gibt das noch mal einen kleinen Push. Und ich glaube, das ist bei vielen Spielern in unserer Mannschaft auch so. Die Stimmung hier ist schon enorm.“
Das 0:0 ist für den HSV laut Remberg kein Punktgewinn
Gereicht hat es trotz Pöbel-Motivation am Ende nur zu einem Punkt. Für Remberg keine komplette Enttäuschung, aber auch kein Erfolg. Sein Kommentar: „Wir haben uns nicht belohnt. Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir viel Spielkontrolle. Es fühlt sich nicht an wie ein Punktgewinn.“

Überhaupt nicht einverstanden war Remberg hingegen mit seiner Gelben Karte, die er in der ersten Halbzeit nach einer Grätsche gegen St. Paulis Eric Smith an der Außenlinie bekommen hatte (25.). Schiedsrichter Tobias Welz sagte ihm auf dem Platz sogar direkt, dass die Szene vom VAR auf Rot überprüft werde.
HSV-Abräumer sah Gelb – Schiri Welz prüfte Platzverweis
„Das habe ich gar nicht verstanden. Ein besseres Tackling kannst du nicht raushauen“, so der HSV-Abräumer. Remberg diskutierte mit dem Referee, um das aus seiner Sicht saubere Einsteigen zu verteidigen. „Ich habe niemals damit gerechnet, dass er das überhaupt pfeift. Das hat auch in der Kabine jeder gesagt, das ist unglaublich.“
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Immerhin: Sein Spiel veränderte Remberg nach der Verwarnung nicht. „Aber klar, es ist dann eine Gelbe Karte, und das nervt mich dann in meinem Spiel“, sagte er und fügte hinzu: „Wenn es gerecht wäre, okay, aber so nervt mich die Karte dann schon, weil ich in dem Moment ein geiles Gefühl hatte. Das fand ich definitiv drüber.“ Ganz anders als die Pöbeleien der gegnerischen Fans. Die waren für ihn zum Genießen.
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