Rettung sichern, Schallmauer anpeilen! HSV-Frauen vor großem Schritt
Die Parallelen sind unübersehbar. Wenn der HSV am Mai-Feiertag Union Berlin im Volksparkstadion empfängt, dann treffen nicht nur zwei Aufsteiger aufeinander, sondern auch zwei Klubs, die neben dem FC Bayern München auf die größte Fan-Base zurückgreifen können.
Bei 5803 Zuschauern liegt der Schnitt des HSV in dieser Saison, der gegen die Berliner, die bei ihren Heimspielen von durchschnittlich 7728 Fans (ligaweit Platz eins) unterstützt werden, weiter ansteigen wird. 7000 Tickets wurden im Vorverkauf bereits abgesetzt. Die Wettervorhersage für den Freitagnachmittag (24 Grad und strahlender Sonnenschein) dürfte die Zahl noch anwachsen lassen.
HSV-Trainer Cardoso gibt Comeback im Volksparkstadion
Für HSV-Trainer Rodolfo Cardoso wird das Spiel zum Comeback im Volksparkstadion. Der Argentinier wird nach der Saison den Posten des Cheftrainers wieder räumen, um ins Nachwuchsleistungszentrum zurückzukehren. Gleiches gilt für Union-Trainerin Ailien Poese, die ihren Platz für Marie-Louise Eta räumt.

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Eta schreibt derzeit noch als Cheftrainerin der Union-Männer Schlagzeilen. In den sozialen Medien wird ihre Rolle weiter kontrovers diskutiert. Mit den Social-Media-Auswüchsen machten auch die HSV-Frauen in dieser Saison größere Erfahrungen als zu Zweitliga-Zeiten. Einige Fans äußerten dort deutliche Kritik, bemängeln zum Teil bis heute den starken Umbruch nach dem Zweitliga-Aufstieg.
Schattenseiten des Hypes gegen Union verdrängt
Der HSV bespricht solche Themen verstärkt mit den Spielerinnen – in beide Richtungen. Denn auch der Hype um das in der Saison-Endphase verletzt fehlende Top-Talent Lotta Wrede (18) hatte zuletzt Ausmaße angenommen, die die Verantwortlichen zu schützenden Gesprächen veranlasste.
Diese Schattenseiten des Geschäfts gilt es zu verdrängen, um gegen Union den vielleicht schon entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt in der Bundesliga zu gehen. Sollte der HSV gewinnen und die SGS Essen am Sonntag gegen Bayer Leverkusen verlieren, wäre der Abstieg bei dann sechs Punkten Vorsprung, dem besseren Torverhältnis und nur noch zwei ausstehenden Spielen so gut wie abgewendet.
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Für die Entwicklung des Frauenfußballs beim HSV wäre das enorm wichtig. Ein Abstieg nämlich wäre gleichbedeutend mit dem Auszug aus dem Volksparkstadion in der kommenden Saison. Im Falle des Klassenerhalts aber will der HSV mittelfristig eine Zuschauer-Schallmauer anpeilen. 10.000 Fans im Schnitt. Diese Zahl haben die Verantwortlichen im Auge. Eine Marke, der man an diesem Freitag für ein Spiel schon sehr nah kommen kann.
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