„Rambo ist eine Maschine“: Ex-HSV-Trainer schwärmt vom ersten Neuen
Der erste Neue für die Bundesliga ist da. Nicolai Remberg wechselt für 2,4 Millionen Euro von Holstein Kiel zum HSV. Der 24-jährige Mittelfeldspieler mit dem Spitznamen „Rambo“ hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Er soll mehr Härte und Intensität in das Spiel der Hamburger bringen. Dirk Bremser kennt den neuen Mann bestens. Er hat Remberg in den vergangenen beiden Jahren in Kiel trainiert und sagt: „Der HSV kann sich freuen.“
Im Sommer 2022 war Remberg vom damaligen Regionalligisten Preußen Münster nach Kiel gewechselt. In zwei Jahren an der Förde ging es für ihn konstant immer weiter nach oben. In der Aufstiegssaison machte er 32 Spiele für Holstein, in der Bundesliga kam er auf die gleiche Anzahl. Bremser hat als Co-Trainer der Störche alles sehr nah begleitet, dabei beobachtete er auch, wie Remberg sich stetig in allen Bereichen weiterentwickelte.
Bremser: Nicolai Remberg wird Stammspieler beim HSV
„Er ist ein Spieler, der immer besser werden will und immer Bock hat. Er geht mit Leidenschaft und Mentalität voran“, erzählt Bremser, der den Spitznamen „Rambo“ bei Remberg als perfekt bezeichnet. Seine Erklärung: „Er ist ein Spieler, der vor nichts Angst hat. Rambo ist eine Maschine. Er hat eine aggressive Spielweise, ist körperlich sehr präsent. Er führt und gewinnt gerne Zweikämpfe.“
Sehr gerne hätte auch Bremser, der in der Saison 2019/20 an der Seite von Dieter Hecking Co-Trainer beim HSV war, Remberg weiter in Kiel in seiner Mannschaft gehabt. Das war nach dem Abstieg aber nicht möglich. Neben dem HSV gab es noch einige weitere Interessenten. „Es ist schade für Kiel“, erläutert Bremser, „aber für ihn ist es jetzt wirtschaftlich und sportlich der nächste Schritt. Ich traue ihm zu, dass er sich beim HSV als Stammspieler durchsetzt.“
HSV-Zugang Remberg hat viele Stärken auf dem Platz
Allein an Rembergs Qualitäten im körperlichen Bereich denkt Bremser dabei nicht. Auch taktisch und technisch soll der 24-Jährige zuletzt ein paar Schritte nach vorne gemacht haben. Er ist nicht nur sehr laufstark, sondern auch ballsicher. Remberg hat ein gutes Timing beim Kopfballspiel und er kann unter Druck die richtigen Entscheidungen treffen. Vor allem Letzteres dürfte mit Blick auf die Bundesliga, in der die Spielgeschwindigkeit auch gerade in engeren Räumen mit vielen schnellen Pässen deutlich höher ist, ein wichtiger Punkt sein.
Wo kann sich Remberg noch verbessern? Beim Thema Torgefahr gibt es definitiv Luft nach oben. Der Mittelfeldspieler, der im Zentrum auf allen Positionen eingesetzt werden kann, hat in 67 Pflichtspielen für Kiel nur zwei Tore erzielt und vier weitere Treffer vorbereitet, da wird in Hamburg mehr von ihm erwartet. Arbeiten muss er zudem an seiner Karten-Quote. Elf Gelbe Karten wie in der vergangenen Saison sind zu viel, auch wenn das zu seinem aggressiven Spiel dazugehört.
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Alles andere als ein Rambo ist Remberg übrigens abseits des Platzes. „Da passt der Spitzname nicht“, meint Bremser, der den HSV-Zugang als sympathischen und offenen Menschen bezeichnet: „In Kiel war er bei den Zuschauern und Mitspielern sehr beliebt.“