Polzin verkündet HSV-Ausfall – und hofft auf „wahnsinnige“ Qualität eines Profis
Einmal im Jahr muss sich Merlin Polzin für eine besondere Pressekonferenz präparieren. Wobei die inhaltliche Vorbereitung gar nicht mal so einfach ist, wenn interessierte Schulkinder alles Mögliche von dem HSV-Trainer wissen möchten. Im Rahmen des Girls’ und Boys’ beantwortete Polzin am Donnerstag die verschiedensten persönlichen Fragen – es ging aber auch um Sportliches. Diesbezüglich verkündete der 35-Jährige einen Ausfall für das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstagabend (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de).
Luka Vuskovic wird zum dritten Mal in Folge fehlen, das bestätigte Polzin vor den Kindern. „Luka ist immer noch mit Knieproblemen unterwegs und steht nicht zur Verfügung. Es bringt nichts, dem hinterherzutrauern. Es gilt, Lösungen zu finden“, sagte der Coach, der außerdem auf Yussuf Poulsen (Reha nach Muskelfaserriss), Miro Muheim (Syndesmoseverletzung) und den rotgesperrten Philip Otele verzichten muss.
Vuskovic fehlt auch gegen die TSG – und Sambi Lokonga?
Jean-Luc Dompé, der zuletzt Fußprobleme beklagt hatte und sich dann auch noch eine Erkältung einfing, wird Otele auf dem linken Flügel nicht ersetzen können. Ein Startelfeinsatz des Franzosen ist ausgeschlossen. Polzin hofft aber noch auf Dompés Kaderrückkehr. Selbiges gilt für Albert Sambi Lokonga.

„Bei Sambi warten wir die Einheit am Freitag noch ab“, sagte Polzin. Am Donnerstagvormittag stand der Belgier mit seinen Kollegen auf dem Platz. „Er hat das Programm nach und nach gesteigert. Heute sah es ganz gut aus“, verriet Polzin und erklärte, warum Sambi Lokongas Comeback nach muskulären Problemen so wichtig wäre: „Wenn er von der Bank kommt – ich will es nicht in Minuten preisgeben –, hat er einen Rieseneinfluss auf unser Spiel. Er kann den Rhythmus gestalten und hat eine wahnsinnige Ausstrahlung auf seine Mitspieler. Wir würden uns umso mehr freuen, wenn er am Wochenende im Kader steht.“ Für den Mittelfeldmann könnte die Zeit reichen – bei Vuskovic ist das ausgeschlossen.
HSV-Trainer Polzin nimmt andere Verteidiger in die Pflicht
Polzin wird deshalb erneut Jordan Torunarigha in der Mitte der Dreierkette aufstellen. Daneben dürften Nicolás Capaldo (rechts) und Warmed Omari (links) beginnen. Mit dieser Anordnung präsentierte sich der HSV in Stuttgart (0:4) und Bremen defensiv anfällig. Vuskovic‘ Fehlen war spür- und sehbar. „Luka ist zweifellos ein Topspieler“, sagte Polzin, sprach seinen anderen Abwehrakteuren aber das „maximale Vertrauen“ aus: „Es wird nicht darum gehen, die Art und Weise von Luka an den Tag zu legen.“
Das könnte Sie auch interessieren: HSV startet Millionen-Projekt – und erhöht die Stadion-Kapazität!
Stattdessen setzt Polzin darauf, dass Capaldo, Omari und Torunarigha ihre eigenen Stärken zeigen. „Es geht aber auch darum, wie unsere Sechser verteidigen, um die Räume zu schließen. Hoffenheim ist eine Mannschaft, die da sehr viel hineinspielt.“ Der HSV habe in dieser Woche „sehr detailliert“ an einem Matchplan gearbeitet, um den erneuten Vuskovic-Ausfall kompensieren zu können. Polzins Schlussworte: „Lieber machen als reden.“
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.