Nicolás Capaldo, Daniel Heuer Fernandes und Miro Muheim winken mit Einlaufkindern

Wenn Nicolás Capaldo (l.) und Daniel Heuer Fernandes (M.) gegen Kiel nicht in der HSV-Startelf stehen, dürfte Miro Muheim (r.) die Kapitänsbinde erhalten. Foto: imago images/Eibner

Pokal-Startelf ohne Boss-Trio? Beim HSV bahnen sich fünf Wechsel an

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Dass Merlin Polzin in der XL-Heimspielwoche rotieren würde, hatte er in der Vorwoche angedeutet. Die Startelf gegen Stuttgart überraschte dann teils, und infolge der Diagnose bei Robert Glatzel war am Dienstagmorgen endgültig klar, dass der HSV-Trainer am Mittwochabend im DFB-Pokal gegen Kiel (20.45 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) nicht zweimal in Folge die identische Formation aufbieten kann. Unabhängig von Glatzel, für den das Fußballjahr 2025 nach seiner Tor-Premiere vorzeitig beendet ist, deuten sich sogar vier weitere Wechsel an.

Die Startelfveränderungen betreffen alle Mannschaftsteile. Die entsprechenden Indizien verdichteten sich vor dem Achtelfinale gegen die Kieler. Im Tor deutet alles auf einen Tausch hin: Wie schon in der zweiten Pokalrunde in Heidenheim (1:0) dürfte demnach Daniel Peretz für Daniel Heuer Fernandes beginnen. In der zentralen Abwehr könnte der zuletzt leicht angeschlagene Nicolás Capaldo eine Pause erhalten.

Anstelle des Argentiniers stünde Guilherme Ramos bereit und würde sein Startelfdebüt in dieser Saison feiern. In der ersten Pokalrunde in Pirmasens (2:1 n.V.) hatte der Portugiese den HSV spät in die Verlängerung gerettet. Ein Blitz-Comeback von Daniel Elfadli, der noch nicht wieder in der großen Runde mitübt, gilt als ausgeschlossen. Der 28-Jährige wärmte sich zu Beginn der Woche erstmals wieder mit dem Team auf, arbeitete dann aber individuell weiter.

HSV im DFB-Pokal: Ohne Capaldo, mit Ramos und Peretz?

Auf der rechten Seite bahnt sich eine Rolle rückwärts an. Bedeutet: Giorgi Gocholeishvili startet wieder, William Mikelbrencis müsste dann trotz seines ordentlichen Auftritts gegen Stuttgart auf die Bank. Im Mittelfeldzentrum hat sich Fábio Vieira mit seinem späten Siegtreffer für einen Platz in der Anfangself empfohlen und wird diesen wohl auch erhalten. Albert Sambi Lokonga rotiert dafür vermutlich raus.

Guilherme Ramos (r.) rettete den HSV in der ersten DFB-Pokal-Runde in Pirmasens in die Verlängerung. IMAGO / Jan Huebner Aufnahmedatum 09.08.2025
Gui Ramos feiert sein Tor für den HSV in Pirmasens
Guilherme Ramos (r.) rettete den HSV in der ersten DFB-Pokal-Runde in Pirmasens in die Verlängerung.

Mit dem Gedanken, Vieira wie in Augsburg (0:1) halbrechts auf dem Flügel aufzustellen, muss sich Polzin jedenfalls nicht beschäftigen. Stattdessen dürfte Rayan Philippe diese Position erneut bekleiden, auch wenn der Franzose gegen den VfB zu den Unauffälligen zählte. Links offensiv sieht es danach aus, dass Alexander Røssing-Lelesiit abermals den Vorzug vor Jean-Luc Dompé erhält. Es spricht vieles dafür, dass der von Achillessehnenschmerzen gebremste Franzose noch einmal geschont wird. Gegen Kiel könnte Dompé als Joker wichtig werden, am Sonntag beim Nordderby gegen Werder wird er zurück in der Startelf erwartet – zumal Røssing-Lelesiit dann gesperrt fehlt.

Für HSV-Kapitän Poulsen kommt das Kiel-Spiel zu früh

Zentral im Sturm ist Ransford Königsdörffer vorerst konkurrenzlos, weil Glatzel wochenlang ausfällt und Yussuf Poulsen auch am Dienstag nicht auf dem Platz trainierte. Der Däne ist gegen Kiel noch keine Option, auch wenn Polzin das in der Vorwoche hoffte. Der Coach schielt bei ihm nun auf das Bremen-Spiel – aber auch das ist noch offen. Durch Poulsens Fehlen im Pokal ergibt sich das Szenario, dass der HSV wohl ohne sein Kapitäns-Trio beginnt.

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Zuletzt war Capaldo der Boss mit der Binde am Arm, Jonas Meffert stand beim dramatischen 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart zum zweiten Mal in Folge nicht im Kader. Der Routinier, neben Capaldo ebenfalls Stellvertreter von Poulsen, dürfte am Mittwochabend zwar auf der Bank sitzen, aber nicht mehr. Und da auch Heuer Fernandes, Elfadli und Glatzel als Führungsspieler außen vor sind, dürfte klar sein, wer die Binde trägt: Linksverteidiger Miro Muheim.

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