Otele wird beim HSV gefeiert und spricht über besondere YouTube-Videos
Dieser Auftritt hat Lust auf mehr gemacht. Nach nur vier Trainingseinheiten im Volkspark durfte Winterzugang Philip Otele beim 2:0 in Heidenheim sofort von Beginn an ran. Er legte einen starken Auftritt hin, wurde kräftig gefeiert – und sprach hinterher selbst über alles.
Mit Otele hat der HSV ein neues Element in der Offensive. Der 26-jährige Nigerianer, der in dieser Saison schon 32 Pflichtspiele (neun Tore, fünf Vorlagen) für den FC Basel gemacht hat, zeigte in Heidenheim direkt, was man von ihm erwarten darf. 68 Minuten wirbelte er in der Voith-Arena über den Platz und setzte viele Akzente. Mit drei Torschüssen sorgte er auf Seiten der Hamburger für die meisten Abschlüsse, auch seine elf gewonnenen Zweikämpfe waren der Topwert beim HSV. Dazu gab es die Vorlage zum 1:0.
Viel Lob für Otele nach HSV-Premiere
Trainer Merlin Polzin lobte hinterher seine „Unbekümmertheit“ und sprach von einem „sehr erfrischenden Element“. Nicolai Remberg freute sich über einen „super Einstand“, zog den Hut vor der Leistung: „Er ist voll im Saft und hat sofort Gas gegeben.“ Und auch Torhüter Daniel Heuer Fernandes war sehr angetan: „Du siehst bei ihm die Lust, die Power. Und das ist einfach auch ein Gewinn für die Mannschaft.“

Viele nette Worte, die sich Otele mit seinem Debüt verdient hatte. Auch er selbst strahlte nach dem Abpfiff. „Die Trainer haben mir gesagt, was ich zu tun habe. Ich sollte in Verbindung bleiben, nach vorne gehen und meine Stärken zeigen. Die wichtigste Botschaft war, dass ich Spaß haben sollte.“ Das war auf dem Platz zu sehen – und ist für Otele bezeichnend für die Aufnahme in die Mannschaft, die er als „fantastisch“ bezeichnete.
Otele wollte schon immer in der Bundesliga spielen
Gesprochen hat er nach seinem erfolgreichen Debüt auch noch einmal über seinen Wechsel nach Hamburg. „Ich wollte schon immer in der Bundesliga spielen“, betonte Otele, der schon in Litauen, Rumänien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Schweiz gespielt hat. Vor seinem Wechsel zum HSV informierte er sich ausführlich über die Stadt und das Team. „Ich habe mit vielen Spielern gesprochen. Alle haben mir nur positive Dinge erzählt.“ Auch das Internet half ihm bei der Entscheidung. Otele: „Ich habe mir ein paar YouTube-Videos von der Mannschaft angeschaut. Und Videos von den Fans. Da habe ich gedacht: Okay, das scheint ein wirklich großartiger Verein zu sein.“
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Otele gehört ab sofort dazu. Bis Sommer haben die Hamburger ihn vom FC Basel ausgeliehen. Danach gibt es eine Kaufoption über fünf Millionen Euro. Der Offensivspieler will alles dafür tun, damit sie am Ende auch gezogen wird. Der Anfang ist ihm dabei mehr als gelungen.
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