Otele, Grønbæk, Stange – welcher HSV-Zugang direkt auf die Startelf hoffen darf
Nach der für den HSV in jeder Hinsicht aufregenden Winter-Transferperiode beginnt für Claus Costa nun eine etwas entspanntere Zeit. „Ich werde mein Handy jetzt auch vielleicht mal zwischendurch ein paar Minuten lang weglegen“, sagt der Sportdirektor des HSV schmunzelnd. „Es war eine intensive Zeit, die natürlich Spaß gemacht hat, aber auch sehr fordernd war.“ Fünf Spieler kamen zum HSV, acht gingen. Wer aber wird am Samstag in Heidenheim (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) zur nächsten Soforthilfe?
Damion Downs (aus Southampton geliehen) kam früh im Januar, dazu Ersatzkeeper Sander Tangvik (Trondheim). Die Augen der HSV-Fans sind aber vor allem auf die drei letzten Neuen des Winters gerichtet. Am Sonntag trainierte Rennes-Leihgabe Albert Grønbæk erstmals im Volkspark mit. Am Dienstag nun folgten der vom FC Basel geliehene Flügelstürmer Philip Otele und Rückkehrer Otto Stange, dessen Leihe nach Elversberg vorzeitig aufgelöst wurde. Alle drei hoffen am Samstag direkt auf ihren Sprung in den Kader.
Otele könnte beim HSV die Dompé-Position besetzen
Otele könnte mit einer guten Trainingswoche sogar ein Kandidat für die Startelf werden. In Abwesenheit des vom HSV für den Spielbetrieb weiterhin suspendierten Jean-Luc Dompé wird der Nigerianer vorn links zur passenden Alternative. „Er ist ein Spieler, der in den letzten Jahren seine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt hat, der gerne den Abschluss sucht, Zug zum Tor hat und uns hoffentlich offensiv nochmal einen Push geben kann“, erklärt Costa. Wenngleich der Transfer erst am letzten Tag der Transferperiode zustande kam, stellt der HSV-Boss fest: „Er war immer ein Kandidat für uns. Als es dann letzten Endes dazu kam, dass man eine Machbarkeit erarbeiten konnte, haben wir die Option sehr gerne wahrgenommen.“
Otele soll zur Soforthilfe werden. Mit Grønbæk, der im Zentrum und auf dem Flügel spielen kann, müsse man vielleicht noch etwas Geduld haben, meint Costa. Der Däne litt den ganzen Dezember über unter Verletzungen, kam zudem in der Hinrunde für seinen früheren Leih-Klub CFC Genua nur zu vier Einsätzen.
Das könnte Sie auch interessieren: Nach geplatztem Pherai-Wechsel: Nürnberg ist sauer auf den HSV
Costa sagt: „Albert ist gesund und fit. Nach dieser langen Zeit ohne wirkliche Spiele, benötigt er vielleicht noch ein paar Tage Zeit, bis er wieder bei 100 Prozent ist. Wann er eine Option für den Kader oder für Spielminuten ist, das entscheiden bei uns die Trainer.“ Der Sportdirektor aber ist sich sicher: „Zusammen mit Philip macht er uns offensiv variabler.“
Grønbæk und Stange sind Kader-Optionen für Heidenheim

Grønbæk könnte in Heidenheim zur Kader-Option werden. Darauf hofft auch Stange. Costa will von dem 18-Jährigen sehen, dass er „Energie und Positivität reinbringt. Er soll sich für Minuten empfehlen.“ Und weiter: „Ich glaube, er hat in Elversberg eine beeindruckende Quote, wenn man schaut, wie viel Spielzeit und wie viele torgefährliche Aktionen er gesammelt hat. Da darf er gern bei uns nahtlos dran anknüpfen.“ Bei der SVE absolvierte Stange in Liga zwei 181 Spielminuten (elf Einsätze), kam in der verhältnismäßig kurzen Zeit auf drei Treffer und zwei Vorlagen. Nun will er das Gelernte beim HSV neu umsetzen.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.