Offiziell! Vuskovic ist jetzt HSV-Profi – doch es gibt direkt ein Problem
Es ist der Königstransfer dieses HSV-Sommers. Wochenlang kämpften die Klubbosse darum, Abwehr-Juwel Luka Vuskovic für ein Jahr aus Tottenham zu leihen. Am Donnerstagabend wurde der Deal dann endlich finalisiert, nachdem es zwischenzeitlich noch Irritationen gegeben hatte, am Freitagmorgen machte es der HSV offiziell. Und doch gibt es aus HSV-Sicht ein kleines Problem: Kaum ist Vuskovic da, wird er auch schon wieder aus Hamburg verschwinden. Die HSV-Familie muss sich gedulden, ehe sie sich an das Supertalent gewöhnen kann.
Am Donnerstagmittag war die Welt sowohl für Vuskovic als auch für alle HSV-Fans schwer in Ordnung. Da schwebte der 18 Jahre alte Bruder des zurzeit wegen Dopings gesperrten und vom Anhang verehrten Mario Vuskovic aus London kommend in Hamburg ein, anschließend absolvierte er seinen Medizincheck. Parallel dazu handeln die HSV-Bosse mit ihren „Spurs“-Kollegen die Details des Deals aus.
Luka Vuskovic wechselt für eine Saison zum HSV
Zur Einigung und der Unterschrift unter die Verträge kam es dann am Abend, zur offiziellen Vorstellung am Freitagmorgen. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen besonders intensiv um Luka bemüht und sind sehr glücklich, dass er sich entschieden hat, den nächsten Schritt seiner Entwicklung beim HSV zu gehen“, sagte HSV-Vorstand Stefan Kuntz am Freitag nach der Bekanntgabe des Deals. „Er hat durch Mario bereits eine enge Bindung zum Verein und zur Stadt entwickelt. Darauf wollen wir aufbauen. Bei aller Veranlagung wird es wichtig sein, dass wir ihm ein Umfeld bieten, in dem er sich optimal weiterentwickeln kann.“
Mit meiner Anmeldung stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Zuvor sollen die HSV-Offiziellen etwas irritiert auf neue Forderungen aus Tottenham und auch von Seiten der Vuskovic-Berater reagiert haben. Letztlich aber ging der Deal über die Bühne. „Wir haben den Weg von Luka in den vergangenen Jahren eng verfolgt und sind froh, dass sich jetzt die Möglichkeit einer Leihe ergeben hat“, erklärte Sportdirektor Claus Costa. „Er passt sportlich wie menschlich hervorragend in unser Team.“
Luka Vuskovic gilt als riesiges Abwehr-Talent
Vuskovic, der als eines der größten Abwehr-Talente Europas gilt, soll ein Jahr lang auf Leihbasis in Hamburg reifen. „Ich konnte es kaum abwarten, hierher zu kommen. Es ist für mich etwas Besonderes, für den HSV zu spielen, da mein Bruder schon hier gespielt hat und mir ganz viel über den Klub erzählt hat, aber auch aufgrund der Geschichte des Vereins, der Fans und der Bedingungen hier. Ich bin sehr glücklich“, sagte Vuskovic bei seiner Vorstellung und betonte: „Ich kann es kaum erwarten, meine Mitspieler zu treffen und die Fans im Stadion zu erleben.“
Bis die HSV-Fans ihn auf dem Rasen begutachten können, wird es allerdings noch eine Weile dauern. Denn erst mal zieht er wieder weiter. Bereits am Montag trifft sich Kroatiens U21 in Zagreb zur Vorbereitung auf ihren EM-Quali-Auftakt in der Türkei (9.9.). Dann soll auch Vuskovic dabei sein.
Statt zwei Wochen Training und einer gezielten Vorbereitung auf die Partie bei Bayern (13.9.) wird der Abwehrmann den Volkspark also gleich wieder verlassen. „Er ist fest bei uns eingeplant und ich gehe fest davon aus, dass Luka dabei sein wird“, sagte Kroatiens U21-Nationalcoach Ivica Olic der MOPO. Der Ex-HSV-Star: „Luka ist sehr wichtig für uns und ich weiß, dass er es als Ehre empfindet, für Kroatien zu spielen.“
Über die U21 soll sich Vuskovic für weitere Einsätze im A-Team bewerben, für das er im Juni debütierte. Zum HSV würde er im Laufe des 10. Septembers zurückkehren, anschließend blieben zwei Trainingseinheiten vor der Partie in München. Ob das reicht, um dann direkt in die Startelf zu rutschen?
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So oder so, Olic stellt fest: „Luka und ich waren immer im Austausch. Schon vor fünf, sechs Wochen wollte er unbedingt zum HSV. Der Wechsel wird ihm und dem Verein sehr guttun.“ Auch wenn Vuskovic Hamburg zunächst mal wieder verlassen muss.