HSV-Profi Nicolai Remberg vor der Partie gegen Augsburg im Stadion.

HSV-Profi Nicolai Remberg war gegen Augsburg gesperrt – und erlebte dennoch einen ganz besonderen Tag. Foto: IMAGO/Steinsiek.ch

Obwohl er nicht spielte: Unvergessliches HSV-Erlebnis für Remberg gegen Augsburg

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Jetzt reicht es ihm aber auch mit Gelbsperren. Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison musste Nicolai Remberg am vergangenen Wochenende zusehen, wie sich seine HSV-Kollegen abmühten und mit dem 1:1 gegen Augsburg einen weiteren Zähler im Kampf um den Klassenerhalt einfuhren. Für den Mittelfeldmann wurde die Partie allerdings auch ohne Einsatz zu einem Erlebnis, das er so schnell nicht mehr vergessen wird.

Insbesondere in der zweiten Hälfte fingen die TV-Kameras Remberg immer wieder ein und zeigten den 25-Jährigen, wie er gemeinsam mit seinen verletzten Kollegen hinter der HSV-Auswechselbank kauerte und mitfieberte. Zuvor aber hatte Hamburgs Gelb-König (schon zehn Verwarnungen in dieser Saison) bereits aufregende 45 Minuten hinter sich, von denen kein TV-Zuschauer und auch nur wenige Fans im Volkspark etwas mitbekamen.

HSV-Profi Remberg bat den Verein darum, auf der Nordtribüne mitfiebern zu dürfen

Remberg kam in Hälfte eins in den Genuss eines Erlebnisses, das allen HSV-Profis normalerweise verwehrt bleibt. Denn der Mittelfeldmann verfolgte die ersten 45 Minuten inmitten des harten Kerns der HSV-Fans auf der Nordtribüne. Das Besondere daran: Remberg selbst hatte den Verein darum gebeten, sich einen Platz zwischen den Hardcore-Fans suchen zu dürfen. Gegen Augsburg nun erfüllte er sich seinen Traum.


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Um das Erlebnis in die Tat umzusetzen, bedurfte es allerdings mehrerer Gespräche. Remberg war wenige Tage vor der Partie, für die er aufgrund seiner Verwarnung zuvor in Dortmund (2:3) gesperrt war, an Trainer Merlin Polzin und HSV-Pressesprecher Philipp Langer herangetreten und hatte sich die Erlaubnis eingeholt. Daraufhin wurden Teile der Ultra-Szene über den prominenten Besuch informiert. Der Grund: Remberg sollte nicht zu sehr bedrängt und die Überraschung für die Ultras sollte in Grenzen gehalten werden. Was dabei half: In der Kurve gilt die interne Regel, dass Handyaufnahmen während der Partie tabu sind – damit sich der Anhang voll auf den Support der Profis konzentriert.

Königsdörffer traf gegen Augsburg für den HSV

Remberg genoss den 45-minütigen Auftritt zwischen den Ultras und schwärmte anschließend davon. Kleiner Makel: Zu gern hätte er einen Torjubel nach einem HSV-Treffer mitbekommen. Zu dem Zeitpunkt, als Ransford Königsdörffer nach dem Wechsel zum 1:1 traf, war Remberg allerdings schon zu seinen Kollegen hinter die Trainerbank geeilt.

Was blieb, war ein unvergessliches und einzigartiges Erlebnis. Erstmals seit der Rückkehr in die Bundesliga verfolgte ein HSV-Profi Teile einer Partie zwischen den Fans. Letztmals hatte Otto Stange ein Bad in der Menge genommen, am letzten Spieltag der Vorsaison, beim 2:3 in Fürth.  

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Doch so sehr Remberg sein Ausflug auch gefiel: Am kommenden Sonntag dürfte er sich dann noch deutlich wohler in seiner Haut fühlen. Wenn der HSV in Stuttgart antritt (17.30 Uhr, Liveticker auf mopo.de), wird der Mittelfeldmann wieder auf dem Platz aktiv sein – und will sich hinterher den Beifall der Fans abholen, denen er gegen Augsburg noch ganz nahe war.

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