HSV

„Nur der HSV“: Schweinsteiger überrascht bei Muheim-Einwechslung – Schweiz weiter

Miro Muheim im Zweikampf mit Kolumbiens Jaminton Campaz

Die Schweiz hat das Viertelfinale der WM erreicht. Die Eidgenossen setzten sich nach Elfmeterschießen gegen Kolumbien durch. Auch ein HSV-Profi war mittendrin.

Die Schweiz hat nach einem Abnutzungskampf gegen Kolumbien erstmals seit 1954 das WM-Viertelfinale erreicht. In einem erst in der Verlängerung attraktiven Spiel setzten sich die Eidgenossen am Ende mit 4:3 nach Elfmeterschießen durch und treffen nun auf Argentinien, das sich nach 0:2-Rückstand spektakulär noch mit 3:2 gegen Ägypten behauptete. Auch HSV-Profi Miro Muheim durfte mitwirken – und am Ende jubeln.

Er musste auf ärgerliche Art und Weise lange auf diesen Moment warten. Nach seinem Kurzeinsatz samt Eigentor beim 1:1 zum WM-Start gegen Katar fiel Muheim wegen einer Wadenverletzung die restlichen Gruppenspiele aus. Im Sechzehntelfinale gegen Algerien war er dann zumindest wieder im Kader, gegen Kolumbien kam der HSV-Star schon in der 71. Minute aufs Feld. ARD-Experte Bastian Schweinsteiger reagiert überraschend. 

Kommentator Bartels wiederholt Schweinsteigers Worte

„Nur der HSV“, kam es dem Rio-Weltmeister als Co-Kommentator über die Lippen. Tom Bartels wiederholte die Worte. Muheim ist Schweinsteiger also ein Begriff – hoffentlich wegen seiner ordentlichen ersten Bundesliga-Saison und nicht wegen seines Eigentores zum WM-Start. Der HSV-Gruß wird einige Hamburger Anhänger auf jeden Fall zum Schmunzeln gebracht haben. 

Beinahe wäre das Lachen schnell vergangenen. In der dritten Minute der Verlängerung drohte Muheim kurz wieder zum Pechvogel zu werden, als Kolumbiens Juan Fernando Quintero nach einem Kontakt mit dem Hamburger im Strafraum zu Boden ging. Die Szene wurde sogar kurz gecheckt. Zum Glück für Muheim blieb sein Einsteigen ohne Folgen. Gelb sah er in der 105. Minute nach einem weiteren Foul dennoch. Ansonsten hielt er seine linke Abwehrseite dicht.

Da es nach intensiven und immer spannenderen 120 Minuten keine Tore und somit keinen Sieger gab, musste das Duell vom Punkt entscheiden. Dort behielt die Schweiz trotz eines Fehlschusses von Manuel Akanji die Nerven und setzte sich auch dank einer Parade des Dortmunder Keepers Gregor Kobel durch. Als der ehemalige Augsburger Ruben Vargas den fünften Elfmeter verwandelte, gab es auch bei Muheim, der nicht angetreten war, kein Halten mehr. Er stürmte auf Vargas zu und darf jetzt gegen Lionel Messi und Co. antreten.

Kommentare öffnen