„Nicht so nette Wörter“: Knallt es zwischen Adeyemi und diesem HSV-Profi?
Nicolai Remberg ist ein Trashtalker auf dem Fußballplatz. „Ja schon, ich brauche das“, gab der HSV-Abräumer kürzlich im MOPO-Interview zu und ordnete ein: „Man denkt es nicht, aber viele Spieler ticken so und drücken dir Sprüche.“ Auch Karim Adeyemi gehört zu dieser Kategorie von Profis. Beim Hinspiel in Hamburg (1:1) gerieten der BVB-Star und Remberg nicht zum ersten Mal aneinander. Knallt es am Samstagabend wieder?
Sollte es so kommen und würde Remberg für eine verbale Stichelei eine Gelbe kassieren, zöge das etwas größere Konsequenzen für ihn nach sich. Denn der 25-Jährige steht seit dem Wochenende bei neun Verwarnungen, wäre bei einer weiteren zum zweiten Mal in dieser Saison gesperrt. Davon lässt er sich allerdings nicht beeinflussen. Nach dem Spiel gegen den 1. FC Köln (1:1), bei dem er für ein Foul an Eric Martel kurz vor der Pause von Schiri Tobias Welz mit Gelb bestraft wurde, zuckte er mit den Schultern und sagte: „Dann ist es halt so. Was soll ich machen?“
HSV-Profi Remberg steht vor Dortmund bei neun Gelben
Die unfreiwillige Pause, die ihm nun erneut droht, jucke ihn „einen Scheißdreck“. So viele Gelbe Karten wie Remberg hat bisher kein Bundesliga-Profi bekommen. „Aber es ist nie unfair, das sage ich immer wieder“, unterstrich der Mittelfeldmann, der in der Bundesliga oder 2. Liga tatsächlich noch nie vom Platz flog. Nur im DFB-Pokal sah er mal Gelb-Rot, das war 2021/22, als er noch für Preußen Münster auflief. Im Sommer 2023 wechselte er zu Holstein Kiel. Und in der vergangenen Spielzeit machte er dann erstmals so richtig Bekanntschaft mit Nationalspieler Adeyemi.

Am 34. Spieltag der Vorsaison gastierte Remberg mit den bereits abgestiegenen Kielern in Dortmund und sah, wenig überraschend, die Gelbe Karte. Selbiges widerfuhr auch Adeyemi. Ein halbes Jahr später trafen die beiden Hitzköpfe wieder aufeinander – im Volksparkstadion. Anfang November wurde aber nur Adeyemi von Referee Tobias Reichel verwarnt. Wobei Remberg ebenfalls nicht zurücksteckte und zumindest verbal austeilte – nicht zuletzt gegen seinen Lieblingsgegenspieler, was Trashtalking angeht. „Adeyemi ist immer gut dabei. Wir haben immer einen kleinen Disput“, erklärte Remberg wenige Monate später, als er im Februar im „Sportstudio“ des ZDF zu Gast war.
Adeyemi und Remberg: Wie hitzig wird es am Samstag?
Der Ex-Kieler erzählte in der Sendung von dem hitzigen Schlagabtausch mit Adeyemi aus dem Hinspiel: „Danach war immer alles cool, aber währenddessen sind nicht so nette Wörter gefallen.“ Und wenn Remberg unschöne Dinge hört, dann setzt er eben zum Konter an. „Auf dem Platz bin ich schon fies. Ich muss mir selbst auch viel anhören, weil ich so bin“, erklärte er. „Ich stecke dann auch nicht zurück und sage solche Sachen zurück – vielleicht auch ein bisschen drüber. Danach ist immer alles cool, aber ich brauche es auch ein bisschen, um ins Spiel zu kommen.“
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So dürfte es auch am Samstag (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) wieder sein. Sollten Remberg und Adeyemi in der Startelf ihrer Teams stehen, dürften sie sich von Minute eins an auf dem Kieker haben. Während der BVB-Profi bei momentan drei Gelben Karten steht und somit nicht akut gefährdet ist, muss Hamburgs Leader aufpassen. Wird er in Dortmund verwarnt, müsste er nach der Länderspielpause gegen den FC Augsburg (4. April) zusehen. Es wäre seine zweite Zwangspause nach der 1:4-Pleite in Hoffenheim im Dezember. Aber das wäre „Rambo“ offenbar egal.
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