HSV
„Nicht damit gerechnet“: Glatzel erklärt seine Tränen im HSV-Video
Robert Glatzel spielt jetzt für den VfL Wolfsburg. In einer Medienrunde sprach der ehemalige HSV-Stürmer auch über seinen emotionalen Abschied.
Robert Glatzel sorgte bei vielen HSV-Fans für feuchte Augen, als er sich Anfang letzter Woche vom Klub, den Mitarbeitern und vor allen den Anhängern in einem emotionalen Video verabschiedete. Jetzt sprach der zum VfL Wolfsburg gewechselte Stürmer erstmals im neuen Dress – auch über die eigenen Tränen bei den Danksagungen.
„Ich glaube, was für ein besonderer Verein das ist, merkt man nicht immer nur in den guten Momenten, sondern auch in den schweren Momenten“, sagte Glatzel unter anderem in seinem Abschiedsvideo. Und weiter: „Es war die schönste Zeit meiner Karriere. Ich werde für immer Hamburger sein und den Verein immer weiter verfolgen.“ Dann versagte ihm leicht die Stimme, die Augen wurden feucht.
Glatzel: „Als die letzten Jahre hochkamen, wurde es emotional“
Mit Blick zurück sagte Glatzel nun, von seinem Emotionsausbruch selbst überrascht gewesen zu sein. „Als es dann feststand und die letzten Jahre nochmal hochkamen, wurde es emotional. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so wird“, sagte der 32-Jährige, der nun den VfL Wolfsburg zurück in die Bundesliga schießen will.
Vor allem die sich abwechselnden Höhen und Tiefen wurden ihm in dem Moment bewusst und es ergriff ihn. „Der Abschiedsgedanke hat mich ja schon länger begleitet, weil die Saison nicht so zufriedenstellend war für mich. Die Entscheidung war ein bewusster Cut“, sagte Glatzel, der in fünf Jahren 84 Tore für den HSV schoss.
Glatzel stieg mit dem HSV in die Bundesliga auf
Das Video an die Fans wollte er eigentlich ganz anders angehen. „Ich bin dahin gefahren und dachte: Okay, es wird ein professioneller Auftritt. Die fünf Jahre gehen aber nicht spurlos an einem vorbei.“ Auch wenn er sich sein letztes HSV-Jahr, in dem er häufig auf der Bank saß oder sogar gar nicht zum Einsatz kam, anders vorgestellt hatte, erfüllte er sich seinen großen Traum, mit den Hamburgern in der Bundesliga zu spielen. Glatzels Name wird immer mit der Rückkehr ins Oberhaus verbunden bleiben. Er war eine prägende Figur der langen Zweitliga-Jahre des HSV.
Dass der Abschied auch für seine Familie nicht leicht war, gab Glatzel ebenfalls zu: „Hamburg war unser Zuhause. Es war klar, dass es wehtun wird, wenn ich den Verein verlasse. Aber das Fußballgeschäft geht immer weiter.“ Ehefrau Natasa und die beiden Töchter Elea und Alicia (neun und sieben Jahre) folgen Glatzel nach Wolfsburg. Im September kommt noch ein Sohn zur Welt – dann in Wolfsburg.
Zweitliga-Erfahrung soll Wolfsburg helfen
Dort will er seine Zweitliga-Erfahrung von 189 Einsätzen mit 94 Toren und 24 Vorlagen einbringen. Weitere Treffer sollen folgen. „Zweistellig sollte es auf jeden Fall sein“, sagte er. „Aber ich glaube, es bringt nichts, sich eine Zahl in den Kopf zu setzen, das kommt im Laufe der Saison.“ In diese geht Glatzel mit den Wölfen als klarer Favorit. Aber auch damit kennt er sich bestens aus.
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