Neuer Job in der Zweiten Liga? Wilde Gerüchte um Ex-HSV-Boss Boldt

Jonas Boldt war bis Mai 2024 als Sportvorstand beim HSV tätig. Seine Verbindung in den Volkspark ist weiterhin groß..
Jonas Boldt war bis Mai 2024 als Sportvorstand beim HSV tätig. Seine Verbindung in den Volkspark ist weiterhin groß..

Mittlerweile dürfte die erste große Enttäuschung bei Jonas Boldt verraucht sein. Am vergangenen Dienstag wurde der 42-Jährige von seinen Aufgaben als Sportvorstand des HSV freigestellt und durch Stefan Kuntz ersetzt. Aber so ist der Fußball: Kaum hat Boldt sich von den Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle im Volkspark verabschiedet, gibt es bereits wilde Gerüchte um einen möglichen neuen Job – und das ausgerechnet bei einem Liga-Konkurrenten des HSV.

Langweilig wird ihm sicher nicht. Den freien Sonntag nutzte Boldt zum Besuch in der Barclays Arena und genoss den Finalsieg der SG Flensburg-Handewitt in der Handball European League. Damit setzte der Ex-HSV-Boss das um, was er nach seinem Abgang beim HSV bereits angekündigt hatte. Boldt, der seit jeher einen intensiven Blick auf verschiedene Sportarten wirft, will in nächster Zeit so viele Live-Events wie möglich besuchen. Wer weiß, wann sich mal wieder so viel Zeit dafür bietet.

Neben Boldt ist auch Sutter in Nürnberg im Gespräch

Durchaus möglich allerdings, dass damit schon bald wieder Schluss ist. Denn im Umfeld des 1. FC Nürnberg halten sich hartnäckige Gerüchte, Boldt sei ein Kandidat für den Posten des Sportvorstandes. Der Posten ist vakant, seit Dieter Hecking Anfang Mai entlassen wurde. Jener Hecking, der – Pikanterie am Rande – einst als HSV-Trainer unter Boldt arbeitete, bis sich die Wege nach dem verpassten Aufstieg im Sommer 2020 trennten.

Was ist dran an dem Boldt-Gerücht? Mehrere Namen ploppten beim FCN zuletzt auf, der Aufsichtsrat soll sich allerdings uneinig sein. Auch das kennt Boldt – der in Nürnberg geboren wurde, aber keine größeren Verbindungen in die Stadt hat – nur zu gut aus seiner HSV-Zeit. Hartnäckig hält sich auch der Name Alain Sutter. Der Schweizer und ehemalige FCN-Profi wurde im Januar als Sportchef des FC St. Gallen abgelöst, ist seitdem ohne Job.

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Klar ist: Die Aufgabe in Nürnberg ist reizvoll. Der FCN enttäuscht seit Jahren, wurde in dieser Saison trotz großer Ambitionen nur Zwölfter und belegte im Jahr davor gar nur Rang 14. Die Franken sind ein schlafender Riese, die Fans des Traditionsvereins lechzen nach erfolgreicheren Zeiten.

Ist Ex-HSV-Boss Boldt schon bereit für etwas Neues?

Eine Aufgabe für Boldt? Fraglich, ob der frühere Leverkusener nach seinem für ihn so emotionalen Aus beim HSV sofort wieder für einen neuen Job bereit wäre. In den kommenden Tagen soll bereits die Entscheidung fallen, wer beim FCN künftig das Sagen haben wird. Danach wird feststehen, ob Boldt seine Tribünenplätze in Stadien und Sporthallen des Landes zügig wieder gegen einen Platz im Büro eintauscht.