Neuer HSV-Angriff für das Nordderby? Polzin hat wieder mehr Auswahl – und pokert
Auf Merlin Polzin wartet am Sonntag sein erstes Nordderby als Cheftrainer. Der HSV-Coach, der früher viele Duelle gegen Werder Bremen von der Tribüne aus als Fan verfolgt hat, ist extrem heiß auf die Begegnung. Auf welche Spieler wird er setzen? Im Vergleich zum jüngsten Auftritt gegen Kiel wird es auf jeden Fall wieder einige Veränderungen in der Startelf geben. Betroffen davon ist womöglich auch der Angriff.
Albert Sambi Lokonga und Nicolás Capaldo, die beide zuletzt im Pokalspiel gegen Kiel gefehlt hatten, sind gegen Bremen wieder dabei und rücken höchstwahrscheinlich direkt in die Startelf. Dort wird auch mit Jean-Luc Dompé geplant. Er soll auf der linken Seite Alexander Røssing-Lelesiit ersetzen. Für den Norweger, der ohnehin gegen Bremen gesperrt ist, geht es vorzeitig in die Winterpause – er hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen.
Elfadli und Poulsen stehen vor dem HSV-Comeback
Zumindest wieder im Kader stehen sollen für das Nordderby im besten Fall Daniel Elfadli und Yussuf Poulsen. Das Duo musste zuletzt verletzt aussetzen. Bei beiden ist Polzin „vorsichtig optimistisch“, dass die Zeit bis Sonntag reichen werde.
Bekommt Königsdörffer eine Pause im HSV-Sturm?
Ein Startelf-Einsatz dürfte allerdings noch zu früh kommen. Das hat unter anderem zur Folge, dass der HSV-Coach für die Besetzung des Sturms weiter andere Lösungen finden muss. Ransford Königsdörffer war dort zuletzt nach der Verletzung von Robert Glatzel mehr oder weniger alternativlos unterwegs. Nutzen konnte er die Chance jedoch nicht. Auffällig: Bei den letzten HSV-Toren gegen Stuttgart und Kiel stand er trotz viel Einsatzzeit jeweils nicht auf dem Platz.

„Wir wollen gefährlicher vor dem Tor werden und mehr Tore erzielen. Das wollen wir ändern“, meint Polzin, der mit Rayan Philippe einen weiteren Spieler im Kader hat, der ebenfalls im Sturmzentrum spielen kann. Dort hat Philippe in seiner Karriere bislang sogar die meisten Spiele gemacht – nur eben beim HSV noch nicht. Ändert sich das jetzt?
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„Er hat seine Qualitäten und Stärken als hängende Spitze“, sagt Polzin, der den Franzosen allerdings auch als Option für die Neuner-Position bezeichnet. Die Gedanken sind damit auf jeden Fall da. Vielmehr will der Coach vor dem Nordderby mit Blick auf die Aufstellung aber nicht verraten. Zu wichtig ist dieses Spiel – nicht nur für Polzin.
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