Albert Grønbæk dribbelt am Ball

Er soll das Offensivspiel des HSV beleben: Albert Grønbæk (M./hier für Stade Rennes am Ball) Foto: Imago/Panoramic by PsenwZ

Neuer Däne für den HSV: Feiert Grønbæk schon gegen Bayern sein Debüt?

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Der allergrößte Transfer-Brocken dürfte den HSV-Offiziellen seit Mittwochabend vom Herzen gefallen sein. Mit dem dänischen Mittelfeldspieler Albert Grønbæk fand der Verein ein wichtiges Puzzleteil für den Rest dieser Spielzeit, der 24-Jährige wird am heutigen Donnerstag seinen Medizincheck absolvieren und bis zum Saisonende von Stade Rennes nach Hamburg verliehen. Zuletzt lief es für ihn bei seinem bisherigen Leihklub CFC Genua nicht optimal. Ob Grønbæk zur Soforthilfe taugt, muss sich bei aller Erleichterung deshalb erst noch zeigen.

Es ist nicht auszuschließen, dass der eine oder andere HSV-Fan am Mittwochabend noch ein wenig um den Schlaf gebracht wurde, als er mit den Nachrichten der Grønbæk-Ankunft in Hamburg konfrontiert wurde. Um 23.37 Uhr vermeldete die „Bild“, dass der Däne in Fuhlsbüttel gelandet sei, garniert wurde die Nachricht von einem Foto des Profis, der ihn nach der Landung am Flughafen zeigt. Damit war klar: Der HSV hat gefunden, wonach er suchte.

HSV-Kandidat Albert Grønbæk spielte zuletzt in Genua

Bereits am Dienstag hatten Gerüchte die Runde gemacht, Grønbæk könne zum HSV wechseln. Das berichtete der italienische Transfer-Reporter Nicolò Schira. Tags darauf dann machte HSV-Sportdirektor Claus Costa Nägel mit Köpfen. Nach seinem Medizincheck, den der achtfache Nationalspieler im Athleticum am Volkspark absolviert, soll es zur Unterzeichnung des Vertrages kommen. Angestrebt wird ein Leihdeal mit einer Kaufoption für den Sommer – falls Grønbæk in Hamburg einschlagen sollte.

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Wichtig für den HSV: Mit dem 1,81 Meter großen Rechtsfuß hat der Verein nun endlich die gewünschte Verstärkung gefunden, die nicht nur im Zentrum, sondern auch auf dem linken Flügel spielen kann. Denn dort drückt der Schuh vor der Partie gegen den FC Bayern (Samstag, 18.30 Uhr, Liveticker auf mopo.de) am meisten. Jean-Luc Dompé wurde nach seinen neuerlichen Eskapaden vom Verein bis auf Weiteres suspendiert. Der Franzose wurde am vergangenen Wochenende mit einem Promillewert von mehr als 1,4 von der Polizei am Steuer seines Autos gestoppt.

Dazu kommt: Backup Alexander Røssing-Lelesiit fällt aufgrund eines Risses der Syndesmose bis Mai aus. Fabio Baldé (leichte Zerrung im Oberschenkel) konnte in dieser Woche bislang an keinem Mannschaftstraining teilnehmen.

Am Samstag empfängt der HSV die Bayern – mit Grønbæk?

Es ist allerdings kaum denkbar, dass es einen Kaltstart von Grønbæk gegen die Bayern geben wird. Denn der Däne fiel zuletzt selbst aus. Anfang Dezember zog er sich eine Muskelverletzung zu und kam danach nicht mehr für Genua zum Einsatz – womöglich auch, weil kein neuer gesundheitlicher Rückschläg riskiert werden sollte, der die Transferpläne hätte durchkreuzen können. Zuvor hatte er in dieser Serie-A-Saison vier Einsätze (ohne Tor oder Assist) absolvierte, zudem lief er zweimal in der Coppa Italia auf.

Ein Däne für den Klassenerhalt: Albert Grønbæk (l., Nummer 10) soll künftig für den HSV spielen. IMAGO/SOPA Images
Der Däne Albert Grønbæk setzt sich im Kopfballduell durch.
Ein Däne für den Klassenerhalt: Albert Grønbæk (l., Nummer 10) soll künftig für den HSV spielen.

Was aber hat Grønbæk normalerweise drauf? Noch vor eineinhalb Jahren galt er in seiner Heimat als großes Talent und feierte sein Debüt in Dänemarks A-Team. Im Sommer 2024 wechselte er für eine Ablöse von 15 Millionen Euro vom norwegischen Spitzenklub Bodø/Glimt zu Stade Rennes, erfüllte dort aber nicht die Erwartungen. Nach einer Leihe in der Rückrunde zum FC Southampton, für den er auch aufgrund von Verletzungen nur fünf Partien absolvierte, reichte ihn Rennes vor dieser Saison nach Genua weiter – und nun nach Hamburg. Die Leihe nach Italien muss dementsprechend abgebrochen werden.

Grønbæk war im Sommer 2024 im Fokus vieler Vereine

Trotz der wenig ermutigenden Leistungsnachweise, für die der Wunschprofi zuletzt sorgen konnte: In Hamburg aber hoffen sie, dass Grønbæk zu der Form zurückfindet, die ihn im Sommer 2024 für zahlreiche europäische Vereine zum Objekt der Begierde machte.

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Erwartet wird auch, dass der HSV nun Immanuel Pherai die Freigabe für einen Wechsel erteilen wird. Der 24-Jährige möchte zum 1. FC Nürnberg in die 2. Liga wechseln und sich mit guten Auftritten für die WM-Playoff-Spiele Surinames empfehlen.

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