Robert Glatzel im HSV-Trikot im Volksparkstadion

Robert Glatzel war in dieser Saison im HSV-Angriff oft nur die zweite oder dritte Wahl. Foto: WITTERS

Neue Glatzel-Chance in Mainz? Darum darf der HSV-Stürmer wieder hoffen

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Mit dem Gastspiel beim FSV Mainz geht es für den HSV am Freitag (20.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) weiter. Für Stürmer Robert Glatzel wird es eine Reise in die Vergangenheit: 2021 war er als Leihspieler für die Mainzer aktiv und kam zu seinen ersten Einsätzen in der Bundesliga. In 13 Spielen erzielte er damals zwei Tore und bereitete einen Treffer vor. Nun will er an alter Wirkungsstätte seine Erstliga-Bilanz im HSV-Trikot ausbauen. Läuft Glatzel dabei erneut von Beginn an für die Hamburger auf?

Beim 3:2 gegen Union Berlin stand der Angreifer am vergangenen Samstag zum zweiten Mal in dieser Saison in der HSV-Startelf – geplant war das zuvor nicht. Nur weil sich Stürmer Damion Downs vor der Partie krank abmeldete, rückte Glatzel in die Anfangsformation. Der 32-Jährige nutzte seine Chance und sammelte Argumente für weitere Einsätze von Beginn an.

Gegen Berlin sorgte Glatzel für entscheidende Momente

Mit einem perfekten Zuspiel auf Ransford Königsdörffer bereitete Glatzel das 1:0 gegen Berlin vor. Auch am zweiten HSV-Treffer hatte er zumindest indirekt Anteil: Weil er mit seiner Präsenz im Strafraum die Aufmerksamkeit der Union-Verteidiger band, konnte Nicolás Capaldo den Ball fast unbedrängt zum zwischenzeitlichen 2:1 im Tor unterbringen.

Jubel der ungewöhnlichen Art: HSV-Profi Ransford Königsdörffer feierte sein 1:1 gegen Union Berlin auf besondere Weise. imago/Philipp Szyza
HSV-Profi Ransford Königsdörffer bejubelt sein 1:1 gegen Union Berlin.
Jubel der ungewöhnlichen Art: HSV-Profi Ransford Königsdörffer feierte sein 1:1 gegen Union Berlin auf besondere Weise.

Ein Tor und eine Vorlage – das ist Glatzels Bilanz aus seinen zwei Startelf-Einsätzen in dieser Saison. Gesetzt ist er unter Merlin Polzin deshalb allerdings noch lange nicht. Der HSV-Coach bevorzugt vor allem Spielertypen, die auch intensiv gegen den Ball arbeiten. Glatzel hat andere Stärken. Er steht für eine gute Trefferquote, eine gute Strafraumbesetzung und spielerische Lösungen auf dem Platz. Zumindest die Tür hat Polzin ihn nun auch für das Mainz-Spiel geöffnet.

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„Es war nicht geplant, dass Bobby gegen Union von Anfang an spielt, aber es hatte sich nach dem Ausfall von Damion für uns angeboten, weil das Spiel das so hergegeben hat“, sagt Polzin und betont mit Blick auf die Aufgabe in Mainz: „Es ist sicherlich auch eine Möglichkeit, Bobby wieder spielen zu lassen, wenn wir davon ausgehen, dass wir viel den Ball haben. Ich bin sehr froh, dass er da ist und dass er auch seinen Anteil dazu beiträgt, dass wir erfolgreich sind.“

Mainz setzt auf wenig Ballbesitz, das passt zu Glatzel

Für eine erneute Glatzel-Chance sprechen mehrere Punkte: Downs, unter Polzin eigentlich die erste Wahl, ist weiterhin zumindest leicht angeschlagen. Für Yussuf Poulsen dürfte ein Startelf-Einsatz noch zu früh kommen. Und in Mainz ist – wie zuletzt gegen Union – damit zu rechnen, dass der HSV viel Ballbesitz haben wird. Unter Trainer Urs Fischer überlassen die Mainzer ihren Gegnern immer wieder den Ball, setzen auf eine kompakte Defensive und schnelles Umschaltspiel.

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Glatzel kann da mit seiner Strafraumpräsenz und Torgefahr erneut helfen. Verdient hätte er sich eine weitere Chance. In den darauffolgenden HSV-Spielen gegen Leipzig und Leverkusen dürfte es für ihn hingegen wieder deutlich schwerer werden.

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