Neue Entwicklung im Poker um HSV-Star: Davon macht Dompé seinen Verbleib abhängig
Zwei Tore und ein Assist – erst gegen Regensburg (5:0), nun gegen den KSC (3:1). Zum zweiten Mal in dieser Saison begeisterte Jean-Luc Dompé mit dieser Ausbeute. Der Matchwinner wurde nach seiner erneuten Gala von allen Seiten gefeiert, sogar Stefan Kuntz staunt. Die HSV-Zukunft des Franzosen ist aber weiter offen, sein Vertrag läuft aus. Doch es gibt eine neue Entwicklung. Wovon Dompé seinen Verbleib jetzt abhängig macht.
Der Sportvorstand war am Montag, keine 24 Stunden nach der Dompé-Show, gut aufgelegt. „Ich habe heute Nacht noch versucht, mit ihm zu verlängern“, scherzte Kuntz am Rande des Spielersatz-Trainings. „Aber er wollte lieber schlafen.“ Das konnte Dompé mit Sicherheit ziemlich gut, nachdem er in Karlsruhe zum HSV-Helden avanciert war.
Zuletzt gab es wegen Dompés HSV-Zukunft Irritationen
Der Flügelspieler entschied nicht die erste Zweitliga-Partie in dieser Saison. Sein letzter Top-Auftritt lag aber schon ein bisschen zurück, beim 3:0 in Düsseldorf vor knapp zwei Monaten hatte er brilliert. Danach aber stellte sich die Frage: Macht Dompé bald den Abflug? Zu diesem Zeitpunkt hatte man in seinem Umfeld noch kein Signal erhalten, ob der HSV eine Vertragsverlängerung beabsichtigt. Das sorgte auch für Irritationen. Denn Dompés Kontrakt läuft bekanntlich Ende Juni 2025 aus. Ab Januar könnten er und sein Berater, Stand jetzt, mit anderen Klubs verhandeln.
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Das gilt, wenn man den aktuellen Status quo des Zukunftspokers um den HSV-Star betrachtet, auch weiterhin. Und dennoch ist die Gemengenlage eine andere als noch vor ein paar Wochen – denn in der Zwischenzeit war Dompés Agent in Hamburg, um Kuntz kennenzulernen. „Ihr wisst ja auch: Wir waren schon im Austausch“, gab der HSV-Boss dazu am Montag preis. „Auch da gehen wir wider Erwarten nicht um 12 Uhr mittags nach Hause – sondern arbeiten.“
Auch Dompé will wissen: Wer wird neuer HSV-Trainer?
An einer baldigen Einigung? Der erste Austausch, der schon wieder ein bisschen zurückliegt, soll positiv verlaufen sein. Er wird als gute Grundlage für weitere Gespräche gewertet – bislang wurden eben diese allerdings noch nicht terminiert. Und das hat Gründe: Nach MOPO-Informationen macht Dompé die Entscheidung über einen HSV-Verbleib auch davon abhängig, wer der neue Cheftrainer sein wird. Eine der Fragen, die sich stellt, ist etwa: Welches System will der neue Coach spielen lassen? Eines, in dem Dompé seine Stärken bestmöglich präsentieren kann?
Am Sonntag glänzte der Linksaußen auf dem offensiven Flügel in einem 4-3-3-System. Nach seinem ersten Treffer rannte er in die Arme von Merlin Polzin und Assistent Loic Favé, der ebenfalls Franzose ist und zu dem Dompé nicht zuletzt aus Sprachgründen einen guten Draht hat. Kuntz verfolgte das in Karlsruhe alles mit großem Wohlwollen. „So kannte ich ihn noch nicht“, beschrieb der 62-Jährige den losgelöst wirkenden Auftritt des Unterschiedsspielers.
Neuer HSV-Vertrag? Noch keine konkreten Verhandlungen
Polzin war es nach dem Sieg ein Anliegen, zu betonen, dass Dompé sich auch unter Steffen Baumgart stets wohl gefühlt hat. Der Ex-Coach verlangte Besserung in Sachen Defensivarbeit und sah Fortschritte. Auch Polzin ist sehr zufrieden mit Dompé, sagte: „Es macht Spaß, ihm zuzuschauen. Der Junge hat besondere Fähigkeiten.“ Das weiß man beim HSV – aber auch bei anderen Klubs. Dompés Gedanken kreisen sich dieser Tage indes nur um Hamburg.
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Sobald der Trainer der Zukunft feststeht, und vielleicht bleibt es ja Polzin, stehen weitere Gespräche an. Womöglich wird sich das noch bis ins neue Jahr ziehen, denn vorerst genießt der Interimschef das Vertrauen. Über Details wurde noch nicht verhandelt. Eine finanzielles Einigung ist allein wegen des Sommer-Interesses aus der Wüste nicht als Formsache anzusehen. Und auch Dompé will erst mal wissen, wer ihm künftig von außen die Anweisungen gibt.