Schiedsrichter Florian Badstübner beim Spiel HSV gegen Union Berlin

Schiedsrichter Florian Badstübner zeigte nicht nur drei HSV-Spielern Gelb. Foto: picture alliance/dpa/Christian Charisius

Nicht nur Vuskovic: Weiterer HSVer für das Mainz-Spiel gesperrt

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Irgendwann musste es ja passieren. Ohne Luka Vuskovic wird der HSV in Mainz antreten, das kroatische Super-Talent muss am Freitag (20.30 Uhr, Liveticker auf mopo.de) wegen seiner fünften Gelben Karte pausieren. Darüber hinaus müssen die Hamburger aber noch einen weiteren Ausfall verkraften: Auch ein Mitglied des Trainerstabes ist für die Begegnung bei den Rheinhessen gesperrt und sitzt eine Sperre ab.

Wie so oft in den Schlussminuten einer Partie brachen auch am Samstag gegen Union Berlin (3:2) die Emotionen aus den Beteiligten heraus. Hoch her ging es am Seitenrand, wo sich sowohl Unions Trainer Steffen Baumgart und sein Stab wie auch HSV-Coach Merlin Polzin und seine Assistenten eifrig an Diskussionen beteiligten. Einer dieser verbalen Schlagabtausche mit Schiedsrichter Florian Badstübner und dem vierten Offiziellen Lukas Benen endete mit einer Verwarnung durch den Unparteiischen. Und die hat aus HSV-Sicht Folgen.

Die HSV-Offiziellen beschwerten sich über die lange Nachspielzeit

Was war passiert? Nachdem sich die HSV-Bank aufgrund der ihrer Meinung nach zu üppigen Nachspielzeit von sechs Minuten beschwerte, zückte Badstübner die Gelbe Karte und marschierte in Richtung der Hamburger. Adressat der Karte war aber nicht Polzin, der für den Fall einer Verwarnung ebenfalls gesperrt gewesen wäre, sondern sein Assistent Loic Favé. Der 33-Jährige wird nun in Mainz aussetzen müssen.


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Hintergrund: Anders als Spieler sind Trainer und Teamoffizielle bereits nach vier Verwarnungen gesperrt. Dieser Fall greift nun bei Favé. Zuletzt hatte Polzins Assistent schon in der Schlussphase der Partie gegen die Bayern (2:2) Gelb gesehen, zudem in der Hinrunde beim 2:1 gegen Heidenheim. Außerdem wurde Favé nach dem unglücklichen 0:1 im Oktober gegen Wolfsburg verwarnt. Das allerdings erst nach dem Spiel und nicht für jeden ersichtlich. Daran, dass die Verwarnung in die Statistik einfließt, ändert das allerdings nichts.

Auch Freiburgs Trainer Julian Schuster war zuletzt Gelb-gesperrt

Dass Favé nicht der Cheftrainer des HSV ist, hat keinen Einfluss darauf, dass er genauso sanktioniert wird, wie es bei Polzin der Fall wäre. Im Regelwerk der DFL ist klar vermerkt, dass die Vorgabe für alle Teamoffiziellen gilt, die auf dem Spielberichtsbogen stehen. Sperren für Trainer sind mittlerweile gang und gäbe und kommen gerade in der zweiten Saisonhälfte nicht selten vor. Erst am vergangenen Wochenende musste Freiburgs Julian Schuster in Hoffenheim (0:3) nach zuvor vier Gelben Karten auf der Tribüne Platz nehmen.

Zwei, die immer mit Feuereifer bei der Sache sind: HSV-Trainer Merlin Polzin (r.) und sein Assistent Loic Favé. IMAGO/DeFodi Images
HSV-trainer Merlin Polzin (r.) und sein Assistent Loic Favé gehen vor der Partie beim FC St. Pauli über den Platz.
Zwei, die immer mit Feuereifer bei der Sache sind: HSV-Trainer Merlin Polzin (r.) und sein Assistent Loic Favé.

Auch Favé wird in Mainz nicht auf der Bank sitzen dürfen. Aber: Ein Kontakt-Verbot gibt es nicht. Der HSV wartet noch auf genaue Instruktionen seitens der DFL. Im Normalfall wird Favé zwar nicht mehr bei der Abschlussbesprechung vor dem Anpfiff in der Kabine sein dürfen. Aller Voraussicht nach aber dürfte er wohl in der Halbzeitpause vor Ort sein und mit den Profis sprechen. So war es auch St. Paulis Trainer Alexander Blessin gestattet, der vor fast genau einem Jahr eine Gelbsperre absaß.

Auch HSV-Trainer Polzin droht weiterhin eine Sperre

Während Favé am kommenden Wochenende seine Strafe abbrummen muss, bleibt die latente Gefahr für Polzin, dass auch er in Kürze gesperrt sein könnte. Bei der nächsten Verwarnung wäre das der Fall.

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Gut für den HSV: Nachdem es nun Vuskovic erwischte, sind erst mal keine weiteren Profis gefährdet. Daniel Elfadli, Miro Muheim, Daniel Heuer Fernandes und Yussuf Poulsen haben jeweils drei Gelbe Karten auf ihrem Konto und könnten demnach noch eine weitere Verwarnung kassieren, ohne dass dies direkte Folgen nach sich ziehen würde.

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