HSV
Nächster HSV-Abgang naht: Daran hakt der Glatzel-Deal mit Wolfsburg noch
Der Wechsel von HSV-Stürmer Robert Glatzel nach Wolfsburg steht bevor, nur noch Details sind zu klären. Bei den Niedersachsen hat man schon genaue Vorstellungen davon, wann der Stürmer seinen ersten Arbeitstag beim VfL haben soll.
Mit dem Leih-Wechsel von Keeper Hannes Hermann zu Drittligist Jahn Regensburg vermeldete der HSV am Montag einen weiteren Transfer für die anstehende Saison. Der nächste könnte in Kürze folgen: Täglich kann mit Robert Glatzels Luftveränderung Richtung Wolfsburg gerechnet werden.
Dass die „Wölfe“ keine Zeit zu verlieren haben, sondern gewillt sind, Nägel mit Köpfen zu machen, wurde am Montag offenkundig. Nachdem kürzlich bereits Darmstadts Angreifer Fraser Hornby (26) in Wolfsburg unterschrieb, folgte nun mit Fabian Reese (28) ein für Zweitliga-Verhältnisse absoluter Paukenschlag. Etwa acht Millionen Euro lässt sich der VfL den Wechsel des Hertha-Kapitäns kosten. Auch St. Paulis Abwehrchef Hauke Wahl (32) würde dem Vernehmen nach lieber heute als morgen beim Absteiger unterschreiben. Das gilt gleichermaßen für Glatzel.
Glatzel erzielte für den HSV binnen fünf Jahren 84 Treffer
Der Angreifer genießt derzeit die Urlaubszeit mit seiner Familie, wird in Wolfsburg aber bereits fest eingeplant. Aus VfL-Kreisen ist zu hören, der Verein gehe klar davon aus, dass der Deal mit dem besten HSV-Torjäger der vergangenen fünf Spielzeiten (84 Tore in 150 Pflichtspielen) spätestens zum Trainingsstart in der kommenden Woche (24. Juni) finalisiert worden sein soll. Nach Möglichkeit solle Glatzel sogar schon bei den zweitägigen Leistungstests der Profis (Montag/Dienstag) anwesend sein.
Der Zeitplan des VfL steht und macht Sinn. Mit Glatzel gibt es längst eine Einigung, auch die Gespräche zwischen den Vereinen sind weit fortgeschritten. Nach MOPO-Informationen soll der HSV sogar etwas mehr als die zuletzt kolportierten 1,5 Millionen Euro als Ablöse erhalten. Der Betrag wird allerdings unterhalb der Zwei-Millionen-Grenze liegen.
Der HSV könnte für Glatzel Bonuszahlungen erhalten
Woran hakt es noch? Eher an Kleinigkeiten, wie etwa möglichen Bonuszahlungen bei einem Wolfsburger Aufstieg. Auch Glatzel und der HSV müssen sich noch auf das Ende ihres bis 2027 laufenden Vertrages einigen. Nebengeräusche, die in den kommenden Tagen erledigt werden sollten.
Glatzel wird nach Lukasz Poreba (nach Leihe nun für 1,5 Millionen Euro fix nach Elversberg) der zweite Profi, für den der HSV in diesem Sommer eine Ablöse kassieren wird, soll aber bei weitem nicht der letzte sein. Die größte Summe erhofft sich der Verein durch den angestrebten Transfer von Fabio Baldé. Portugals U20-Nationalspieler, der einen Marktwert von etwa fünf Millionen Euro besitzt, könnte zum finanziell lukrativsten HSV-Abgang des Sommers werden. Laut „Bild“ zeigt Eindhoven Interesse. Wechselwillig sind auch Jean-Luc Dompé (Marktwert: 2,5 Millionen Euro) und Daniel Elfadli (drei Millionen). Für Immanuel Pherai (zuletzt wie Poreba auf Leihbasis in Elversberg) gilt ein Betrag im Bereich von rund zwei Millionen Euro als realistisch. Die SVE ließ die Kaufoption (2,5 Millionen Euro) verstreichen und hofft auf einen geringeren Betrag.
Offen ist auch, wie viel Geld ein Abgang Noah Katterbachs bringen könnte. Mehrere Zweitligisten (u.a. Braunschweig) sind an dem Linksverteidiger dran, der einen Marktwert von 600.000 Euro besitzt. Der HSV wäre allerdings froh, Katterbach überhaupt von der Payroll zu bekommen – und würde ihn auch für einen deutlich geringeren Betrag ziehen lassen.
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