HSV

Nächster Blitz-Transfer im Trainingslager? HSV-Trainer Polzin verrät seine Wünsche

Merlin Polzin steht an der Seitenlinie in Hamburg während des HSV-Testspiels gegen FC Everton.
Noch ist der Kader nicht komplett: HSV-Trainer Merlin Polzin wünscht sich weitere Verstärkungen für sein Team.

Im letzten Trainingslager präsentierte der HSV unter der Woche gleich zwei neue Spieler. Nun geht es erneut in die Fremde – kommt es wieder zu einem Transfer? 

Und schon wieder werden die Koffer gepackt. Bereits zum dritten Mal in diesem Sommer geht es für den HSV ins Trainingslager. Nach den Aufenthalten im dänischen Helsingør und im Ötztal (Österreich) gastieren Merlin Polzin und seine Profis von Montag bis Freitag in Herzogenaurach. Die Frage, die sich aktuell viele Fans stellen: Kommt es auch diesmal wieder zu einem Blitz-Transfer?

Zuletzt in Österreich überraschte der HSV während der Woche mit gleich zwei Zugängen. Zunächst kam der vertragslose Angreifer Patson Daka (spielte zuvor in Leicester), zwei Tage später folgte Mittelfeldmann Bilal Nadir (ebenfalls vertragslos/zuvor in Marseille). Und diesmal?

Der HSV sucht noch Profis für bis zu fünf Positionen

Aktuell sucht der HSV auf vier Positionen. Bedient werden sollen beide Schienen, zudem fahndet Sportdirektor Claus Costa nach einem neuen Abwehrchef und einem weiteren Stürmer. Parallel dazu laufen die Verhandlungen mit dem FC Arsenal um Mittelfeld-Regisseur Fábio Vieira. Abschminken muss sich der HSV hingegen den Zugang von Rechtsverteidiger Elias Baum (Frankfurt), der seit Wochen weit oben auf der Wunschliste stand.

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Polzin verfolgt das Treiben rund um potenzielle Zugänge aufmerksam. Mehrmals täglich steht der Trainer mit Costa im Austausch. Diese Frequenz wird nun im Trainingslager naturgemäß weiter erhöht. „Jeder Tag, an dem die Mannschaft kompletter ist, hilft natürlich“, sagt Polzin und denkt dabei vornehmlich an die Automatisierung der Abläufe auf dem Feld: „Das braucht Zeit. Deswegen ist es hilfreich, wenn die Jungs schnell da sind. Gleichzeitig wollen wir aber keine schnellen, sondern gute Entscheidungen treffen. Da hat Claus mit seinem Team ja gezeigt, dass das richtige Timing gegeben sein muss.“

HSV-Sportdirektor Claus Costa möchte sich nicht treiben lassen

Costas Marschroute steht. Der 42-Jährige möchte sich ungern auf ein Wettbieten für mehrere Kandidaten im Bereich rund um den Deadline Day (1. September) einlassen. Treiben lassen wird er sich allerdings auch nicht. Polzin stellt klar: „Wir haben klare Profile für Positionen, die wir noch besetzen wollen. Natürlich will man als Trainer immer ins obere Regal greifen. Ob es dann aber umsetzbar ist, müssen andere sagen.“

Bilal Nadir vom Hamburger SV kontrolliert den Ball im Testspiel gegen den FC Everton im Volksparkstadion.
Bilal Nadir war der vorerst letzte Profi, den Sportdirektor Claus Costa zum HSV lotste.

Festzustellen ist auch: Durch Costas bisherige Transfers dieses Sommers (Kofi Amoako, Albert Grønbæk, Daka, Nadir) ist die HSV-Not schon deutlich gesunken. Insbesondere im Mittelfeld ist der Verein auch ohne Vieira bereits hervorragend aufgestellt. Youngster Louis Lemke (16), der sich in erstaunlich guter Verfassung präsentiert, mindert den Druck, auf der linken Schiene zwingend einen Backup für WM-Fahrer Miro Muheim verpflichten zu müssen. Daka macht im Angriff Druck und erweist sich bislang als Volltreffer. Größtes Sorgenkind bleibt aktuell die Abwehr – wenngleich sich Talent Shafiq Nandja (19) mehr und mehr als adäquate Alternative entpuppt.

Seinen Test gegen Everton verlor der HSV mit 1:2

Polzin erfreut sich daran und hofft dennoch täglich auf Vollzugsmeldungen seitens seiner Chefs. „Als Trainer bist du immer ungeduldig“, sagte der 35-Jährige nach dem 1:2 im Test gegen Everton und fügte grinsend hinzu: „Ihr könnt euch schon sicher sein, dass ich von hinten immer wieder Druck mache.“

Zumindest einen weiteren Profi wird der Trainer bereits während der Tage in Herzogenaurach begrüßen dürfen. Muheim steigt nach seinem WM-Urlaub wieder ein und reist gemeinsam mit seinen Kollegen ins Frankenland. Dort sollen nach ihren jüngsten Blessuren auch Nicolás Capaldo (verletzte sich gegen Everton) sowie Albert Sambi Lokonga, Jean-Luc Dompé und Fabio Baldé (fehlten alle gegen Everton) im Laufe der Woche möglichst wieder voll einsteigen.

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