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Nach WM-Generalprobe: Argentinien lässt HSV-Star Capaldo zappeln!

Kevin Güiti aus Honduras wird von Nicolás Capaldo aus Argentinien im Zweikampf beim Testspiel bedrängt.
Gegen Honduras feierte HSV-Profi Nicolás Capaldo (r.) kürzlich sein Debüt für Argentinien. Doch das Zittern um die Teilnahme an der WM geht für ihn weiter.

Springt HSV-Profi Nicolás Capaldo doch noch auf Argentiniens WM-Zug auf? In der Nacht zu Mittwoch stieg gegen Island die Generalprobe für das Turnier – danach überraschte Trainer Scaloni.

Seit Tagen gilt HSV-Vize-Kapitän Nicolás Capaldo als heißer Kandidat dafür, bei der WM den verletzten Leonardo Balerdi (Olympique Marseille) ersetzen zu dürfen. Doch die Geduld des 27-Jährigen wird mehr und mehr auf die Probe gestellt: Nach dem 3:0 des Weltmeisters im abschließenden Test gegen Island überraschte Trainer Lionel Scaloni die wartenden Journalisten und auch seine Spieler. Zuvor erhielten Capaldos Hoffnungen allerdings einen Dämpfer.

Der Schnappschuss, den Capaldo nach der in Aburn (Alabama) ausgetragenen Partie via Instagram postete, sprach Bände. Es zeigt den HSV-Profi, wie er Superstar Lionel Messi in den Arm nimmt und beglückwünscht, doch ein Lächeln wollte Capaldo dabei nicht über die Lippen kommen. Denn anders als drei Tage zuvor gegen Honduras (2:0) kam er diesmal nicht zum Einsatz.

Spielt HSV-Profi Capaldo für Argentinien die WM?

Auch Scaloni sorgte im Anschluss für Rätselraten. Eigentlich hatte Argentinins Coach angekündigt, sich nach der WM-Generalprobe entscheiden zu wollen, welche Spieler er für sein abschließendes Aufgebot benennen wolle. Davon aber war nun keine Rede mehr. „Vielleicht nehme ich mir noch einen zusätzlichen Tag Bedenkzeit, vielleicht auch zwei“, ließ Scaloni wissen und stellte klar: „Es gibt zwei Optionen, und wir werden noch etwas warten.“

Eine extrem spannende Situation für Capaldo, der zwar nicht im vorläufigen 26-Mann-Kader der Argentinier steht, sich aber seit knapp zwei Wochen mit der „Albiceleste“ vorbereitet und – wie einige andere Spieler – als Nachrücker bereit steht. Zuletzt galt er insbesondere aufgrund seiner Vielseitigkeit in der Defensive als aussichtsreicher Kandidat.

Die Argentinier Nicolás Capaldo (r.) und Lionel Messi umarmen sich nach dem Spiel im Jordan-Hare Stadium gegen Island vor den Tribünen.
Ein besonderer Moment: Nicolás Capaldo (r.) postete bei Instagram den Schnappschuss, wie er nach dem Island-Spiel Lionel Messi herzt.

Nimmt man den Test gegen Island als Maßstab, sind die Chancen für den Hamburger allerdings nicht gestiegen. Nach seinem euphorisch gefeierten Länderspieldebüt gegen die Honduraner, als er in der Schlussphase eingewechselt wurde, wartete er in der Nacht zu Mittwoch im Jordan-Hare-Stadium vergeblich auf seine Einwechslung. In seinem Schädel dürfte es gerattert haben: Hätte sich Scaloni nicht noch ein genaueres Bild von ihm machen wollen, wenn er ihn nachnominieren möchte? Oder hat der als zuverlässig bekannte HSV-Profi seinen Coach bereits im Training voll überzeugt?

Auch Superstar Messi traf im letzten WM-Test für Argentinien

Nach dem Sieg gegen Island, den Valentin Barco (8.), Messi (72./Elfmeter) und Thiago Almada (86.) mit ihren Toren sicherstellten, machte Scaloni in jedem Fall einen aufgeräumten Eindruck. „Ich war mit dem Test sehr zufrieden“, lobte er. „Er hat viele meiner Zweifel ausgeräumt und mir bei der Entscheidungsfindung geholfen.“ Eher kein gutes Zeichen für Capaldo, der sich in der Partie nicht empfehlen konnte.

Das Warten geht für ihn weiter. Mit einer Entscheidung ist nun täglich zu rechnen, bis spätestens zum kommenden Dienstag muss sie fallen. Am 17. Juni trifft Argentinien bei seinem WM-Auftakt in Kansas City auf Algerien, 24 Stunden vorher muss der FIFA das endgültige Aufgebot gemeldet werden.

Spätestens dann weiß Capaldo, ob er in den kommenden Wochen weitere Bilder mit Messi wird produzieren können – dann bestenfalls mit einem Lächeln im Gesicht.

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