Nach Verletzungsschock: HSV-Star Glatzel verrät in der Halbzeit seinen Zukunftsplan
Es ist nicht überliefert, aber nicht unwahrscheinlich, dass die Halbzeitansprache von Merlin Polzin etwas deutlicher ausfiel. Denn der HSV hätte gegen Holstein Kiel zur Pause auch mit 0:2 hinten liegen können, wenn Phil Harres (26.) und Adrián Kaprálik (43.) ihre guten Chancen genutzt hätten. Robert Glatzel bekam jedenfalls nicht mit, wie Hamburgs Coach sein Team auf die zweite Hälfte des DFB-Pokal-Achtelfinals einschwor – weil der Stürmer statt in der Kabine am Spielfeldrand stand. Bei Sky sprach Glatzel über seine bittere Verletzung – und seine Zukunft.
Die HSV-Bosse hatten ihre Absicht bereits kundgetan: Claus Costa und Stefan Kuntz haben kein Interesse daran, Glatzel im Winter abzugeben. Ob den Torjäger selbst Wechselgedanken umtreiben, war bis zuletzt aber unklar. Drei Tage nach dem 2:1 gegen den VfB Stuttgart, bei dem er sein Startelfdebüt in dieser Saison gefeiert und direkt getroffen hatte, bezog Glatzel nun Stellung – und bekannte sich trotz schwieriger Wochen relativ klar zum HSV.
Kein Winter-Abgang: Robert Glatzel bekennt sich zum HSV
Auf die Frage, ob er auch über den Jahreswechsel hinaus im Volkspark Fußball spielen werde, antwortet der Fan-Liebling bei Sky: „Ja, das ist der Plan.“ Sein Vertrag läuft ohnehin bis 2027. Trotzdem konnte eine Luftveränderung im Winter bis zuletzt nicht ausgeschlossen werden, weil Glatzel seit Sommer hinter Ransford Königsdörffer und Yussuf Poulsen nur die Nummer drei im Sturmranking des HSV ist.

Bis zum vergangenen Sonntag brachte er es in der Bundesliga auf nur acht Jokereinsätze. Doch weil Königsdörffer in dieser Spielzeit meist glücklos agierte und Poulsen mit wiederkehrenden gesundheitlichen Problemen kämpft, durfte Glatzel gegen Stuttgart beginnen – und nutzte seine Chance, zumindest bis zu seiner Verletzung, wegen der er nach 34 Minuten vom Platz musste. „Die Diagnose ist natürlich schon bitter, die Hinrunde ist jetzt erst mal gelaufen“, weiß Glatzel, der sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zuzog. „Gleich wieder von draußen zugucken zu müssen, tut schon sehr weh“, gibt er zu.
Glatzels Plan: „So schnell wie möglich wieder auf den Platz“
Der seelische Schaden sei sogar noch schmerzhafter als die Blessur an sich – denn Glatzel weiß, dass er ohne sie zeitnah weitere Gelegenheiten bekommen hätte, viel zu spielen. Oder zumindest mehr als in den letzten Wochen und Monaten. Aber: „Jetzt heißt es für mich erst mal, fit zu werden und so schnell wie möglich wieder auf dem Platz zu stehen. Und dann hoffe ich, dass ich da anknüpfen kann, wo ich jetzt im letzten Spiel aufgehört habe.“
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Glatzel stellt klar: „Mein Fokus liegt auf dem HSV.“ Und nicht bei einem möglichen anderen Verein in Zukunft. Seit Mittwochabend um circa 21:40 Uhr ist gewiss: Glatzel möchte sich im neuen Jahr in Hamburg für mehr empfehlen – und denkt derzeit nicht an Flucht.
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