HSV
Nach Pech-Leihen zum HSV: So geht es für Downs, Otele und Co. weiter
Nach ihren Abschieden vom HSV steht für Damion Downs, Philip Otele und Giorgi Gocholeishvili der Neustart an. So sehen die Pläne beim FC Southampton, dem FC Basel und Schachtar Donezk aus.
Leistungstests, Trainingscamps, erstes Testspiel und Pflichtspielstart: Die HSV-Profis kennen die wichtigsten Termine des Sommers bereits. Damion Downs, Giorgi Gocholeishvili und aller Voraussicht nach auch Philip Otele müssen sich allerdings andere Tage in ihren Kalendern rot anstreichen. Nach ihren Leihen in den Volkspark, die mal schlechter, mal besser, in individueller Hinsicht aber insgesamt glücklos verliefen, steht für das Trio ein Neustart an – an unterschiedlichen Orten.
So früh wie die Schweizer Super League startet im Sommer fast keine andere europäische Profiliga in die neue Spielzeit. Der FC Basel gastiert im Rahmen des ersten Spieltags am 25. Juli beim Servette FC, also bereits in viereinhalb Wochen. An diesem Tag wird der HSV sein Trainingslager im österreichischen Längenfeld beenden, danach aber immer noch knapp einen Monat lang Zeit haben bis zum ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal gegen den SC Verl.
Otele fehlt beim Trainingsstart des FC Basel
Otele könnte dann schon längst wieder im Wettkampfrhythmus sein. Zuletzt gab es bei dem Nigerianer zwar noch eine mögliche Hintertür mit Blick auf eine längere HSV-Zukunft, wirklich realistisch ist eine feste Verpflichtung jedoch weiterhin nicht. Dazu passt, dass der FC Basel, sein Stammklub, in der vergangenen Woche auf seiner Website erklärte, dass Otele im Juli zurück im Training des Schweizer Traditionsklubs erwartet werde.
Während die anderen Basel-Profis um Klublegende Xherdan Shaqiri am Mittwoch erstmals wieder auf dem Platz trainierten, spannte Otele noch im Urlaub aus. Hintergrund seiner verlängerten Freizeit ist, dass er nach dem Ende der abgelaufenen Saison noch mit der nigerianischen Nationalmannschaft unterwegs war – und das sogar ziemlich erfolgreich. Ab dem kommenden Monat will sich Otele in Basel dann wieder den Stammplatz zurückerkämpfen, den er dort bis zu seinem Winterwechsel zum HSV sicher hatte.
Gocholeishvili: Mit Schachtar in der Champions League?
Viel Zeit dafür wird dem Flügelspieler bis zum Saisonstart in der Super League nicht bleiben – wenn er seine Zukunft denn überhaupt in Basel sieht. Cheftrainer des FC ist seit Ende Januar der ehemalige Nati-Nationalspieler Stephan Lichtsteiner. Wenig später ließ sich Otele nach Hamburg verleihen, wo er sofort durchstartete. Der 27-Jährige überzeugte als Alternative zu Jean-Luc Dompé, schwächte sich und seine Verhandlungsposition durch seine Rote Karte in Bremen (1:3) Mitte April aber selbst. Danach kam er nicht mehr zum Einsatz und der HSV zog die Kaufoption in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro nicht. Noch ist unklar, ob und wie Coach Lichtsteiner in Basel mit Otele plant.
Auch Gocholeishvili wird Anfang Juli wieder loslegen, allerdings zur selben Zeit wie seine Teamkollegen bei Schachtar Donezk. Cheftrainer Arda Turan hatte nach der letzten Partie der abgelaufenen Premier-Liga-Spielzeit erklärt, dass er seine Mannschaft am 1. Juli wieder versammeln werde. Einen Monat später soll es in der ukrainischen Liga dann mit dem ersten Spieltag wieder losgehen. Gocholeishvili besitzt in Donezk noch einen Vertrag bis Ende 2029 – weil sich Schachter als Meister aber direkt für die Ligaphase der Champions League qualifizierte, dürften die Klubbosse den Kader noch kräftig verstärken wollen.
HSV ließ Kaufoptionen für die Leihspieler verstreichen
Ob da Platz bleibt für Gocholeishvili, der letztmals im August des Vorjahres für Donezk auflief? Auch bei dem 25-jährigen Rechtsverteidiger besaß der HSV eine Kaufoption, die Summe in Höhe von rund vier Millionen Euro war den Hamburgern aber zu teuer. Gocholeishvili hatte im Volkspark als Stammspieler losgelegt, doch im Laufe der Saison zogen sowohl William Mikelbrencis als auch Bakery Jatta in der internen Hierarchie an ihm vorbei. Auch deshalb sind Zweifel angebracht, ob sich der 20-malige georgische Nationalspieler bei Schachter noch einmal wird durchsetzen können.
Für Downs wird es unterdessen darum gehen, nach einem schwierigen HSV-Halbjahr ohne Tor neues Selbstvertrauen zu gewinnen. In der Bundesliga stand er sechsmal in der Startelf, auf dem Feld dann allerdings zu häufig neben sich. Schnell wurde klar, dass Hamburgs Bosse den ursprünglich verhandelten Kaufpreis von etwa zehn Millionen Euro nicht zahlen würden. Vor einem Jahr war Downs noch für acht Millionen Euro vom 1. FC Köln zum FC Southampton gewechselt. Jetzt ist der Stürmer laut transfermarkt.de nur noch vier Millionen Euro wert – und sein Stammverein, die „Saints“, verpasste den Premier-League-Aufstieg, weil er wegen eines Spionage-Skandals von den Aufstiegs-Play-offs ausgeschlossen wurde.
Downs könnte mit Southampton in Deutschland spielen
Sofern sich keine neue Wechseloption ergibt, wird Downs in der neuen Saison also wieder in der englischen zweiten Liga auflaufen. Der erste Spieltag in der Championship ist für das Wochenende vom 14. bis 16. August angesetzt. Den konkreten Spielplan soll es an diesem Donnerstag geben. Das Datum des Trainingsstarts teilte Southampton noch nicht offiziell mit.
Bereits bekannt ist, dass das Team des deutschen Trainers Tonda Eckert am 1. August (15 Uhr) ein Auswärts-Testspiel beim Zweitliga-Absteiger Preußen Münster absolvieren wird. Downs wird also zeitnah wieder nach Deutschland reisen – wenn der 21-Jährige eine Zukunft in der Hafenstadt im Süden Englands hat. Sein Vertrag dort läuft noch bis 2029.
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