HSV

Nach HSV-Abschied: Öztunali kämpft um seine Karriere und hat klare Vorstellungen

Levin Oeztunali vom HSV läuft in der Partie gegen Hannover 96 über den Platz.
Ende August 2024 spielte Levin Öztunali in Hannover ein letztes Mal für die HSV-Profis. Findet er nochmal eine neue Herausforderung?

Vor wenigen Wochen endete die unglückliche Liaison zwischen dem HSV und Levin Öztunali. Der Seeler-Enkel ist auf Vereinssuche – was aber, wenn er nicht fündig wird? 

Rund fünf Wochen ist es her, dass der HSV und Levin Öztunali auch ganz offiziell einen Schlussstrich unter ihre Liaison zogen. Wenige Tage nach dem Saisonabschluss der U21 gegen Lohne (5:1) verabschiedete der Verein via Instagram 13 Spieler der Mannschaft, darunter auch den Enkel des 2022 verstorbenen Uwe Seeler. Seitdem stellt sich die Frage: Beendet Öztunali seine Karriere oder wechselt er den Verein noch mal? Hinter den Kulissen tobt ein Kampf um die Zukunft des 30-Jährigen.

Was zunächst vor drei Jahren als fast schon (zu) kitschige Liebes-Hochzeit begann, endete nun mit einer Scheidung der nüchternen Art. Große Erwartungen lagen im Sommer 2023 auf Öztunalis Rückkehr zum HSV, schnell aber stellte sich heraus, dass der Druck wohl für alle Seiten zu groß war. Im November 2024 degradierte Merlin Polzin den Mittelfeldmann. Fortan trainierte und spielte Öztunali in der U21. Am 30. Juni endet sein HSV-Vertrag.

Ex-HSV-Profi Öztunali spielte für vier Vereine in der Bundesliga

Und dann? Von einem Karriereende will der 190-malige Bundesligaspieler (Leverkusen, Werder, Mainz, Union Berlin) dem Vernehmen nach nichts wissen. Obwohl ihm Wegbegleiter ans Herz gelegt haben sollen, seine eigentlich doch schöne Karriere (u. a. mit 75 Junioren-Länderspielen für den DFB) doch einfach zu beenden und einen angemessenen Schlussstrich zu ziehen.

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Öztunali aber kämpft um seine Fortsetzung der Karriere und hofft auf Angebote aus der zweiten oder dritten Liga. Vater Mete (einst als Scout beim HSV aktiv und u. a. einer der Entdecker vom jetzigen Bayern-Star Jonathan Tah) kümmert sich mittlerweile um die Belange seines Sohnes. Einen Berater hat Öztunali nicht mehr. Aber: Nach bereits drei Wechselperioden ohne Erfolg ist es fraglich, ob der Seeler-Enkel in diesem Sommer überhaupt noch mal eine passende Anfrage bekommen wird. Bereits vor seiner HSV-Zeit war er ein Jahr lang bei Union Berlin nahezu ohne Spielpraxis. Bislang ist noch keine interessante Offerte eingegangen.

Eine Alternative könnte für Öztunali der Weg in den gehobenen Amateurbereich sein. Ambitionierte Oberligisten wie Altona oder Dassendorf würden den Ex-Profi sicher gut gebrauchen können. Bislang aber tut sich Öztunali mit einer Entscheidung dieser Art schwer – und kämpft weiterhin um seine Karriere.

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