Nürnbergs Trainer Miro Klose blickt skeptisch.

Nürnbergs Trainer Miro Klose hätte Immanuel Pherai gern nach Nürnberg gelotst – doch daraus wurde nichts. Foto: IMAGO/Fussball-News Saarland

Nach geplatztem Pherai-Wechsel: Nürnberg ist sauer auf den HSV

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Zwei Fliegen mit einer Klappe schlug der HSV durch Immanuel Pherais Abgang nach Elversberg. Am Montag verliehen die Hamburger den Mittelfeldmann an den saarländischen Zweitligisten, im Gegenzug kam Otto Stange vorzeitig von der SVE zurück in den Volkspark. Ein Wechselspiel, das erstmal nur Gewinner hat – außer den 1.FC Nürnberg. Entsprechend maulig reagieren sie nun bei den Franken.

Tagelang schien zwischen Pherai und Nürnberg alles in trockenen Tüchern zu sein, nur die Freigabe des HSV fehlte noch. Am Sonntag dann aber folgte die große Kehrtwende. Um die Leihe des mit seiner Situation unzufriedenen Stange aufzulösen, kam der HSV mit Elversberg auch in Sachen Pherai ins Geschäft. Nürnberg war plötzlich raus, nun spielt Pherai bis zum Ende der Saison bei der SVE, anschließend besitzt der Aufstiegsaspirant eine Kaufoption in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

FCN-Trainer Klose wollte Pherai vom HSV loseisen

Das finden sie in Nürnberg erwartungsgemäß nicht so richtig toll. Als Trainer Miro Klose am Montag zu den Aktivitäten rund um den letzten Tag der Winter-Transferperiode Stellung bezog, waren ihm Frust und Ärger anzumerken. „Natürlich hätten wir noch gerne Qualität dazugewonnen, vor allem mit dem Spieler“, sagte der Weltmeister von 2014 in Richtung des geplatzten Pherai-Wechsels. „Wie das dann auch immer passiert ist, weiß ich nicht, ich bin auch der falsche Ansprechpartner.“

Doch auch FCN-Sportvorstand Joti Chatzialexiou soll ob der späten Entwicklung und Absage im Fall Pherai entsprechend bedient sein, zumal sich am Montag keine Einigung mit einem anderen Offensivspieler ergab.

Elversberg belegt aktuell einen Aufstiegsplatz

Ein guter Wechsel für Pherai („Für mich gilt es in erster Linie darum, dass ich wieder regelmäßig Spielminuten sammeln kann“). Elversberg belegt aktuell einen Aufstiegsplatz (Rang zwei), der FCN hat realistisch betrachtet bei zwölf Punkten Rückstand keine Chance mehr, in das Rennen einzugreifen. Zudem bewies der saarländische Verein in den vergangenen Jahren mehrfach, wie gut sich talentierte Spieler dort entwickeln können. Nick Woltemade (jetzt Newcastle), Paul Wanner (Eindhoven) und Younes Ebnoutalib (wechselte im Winter gerade für acht Millionen Euro nach Frankfurt) zeigten, welche Schritte in der kleinen 13.000-Einwohner-Gemeinde möglich sind.

Zum Start wurde es für Pherai erstmal gemütlich. Der ebenfalls vom HSV geliehene Lukasz Poreba lud seinen alten und neuen Kollegen zum Essen ein und erzählte ihm alles über den nun wieder gemeinsamen Verein.

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Kurzfristig geht es für Pherai darum, sich bei der SVE zu etablieren und für die WM-Ausscheidungsspiele mit Suriname zu empfehlen. Ende März steht das Halbfinale in Bolivien an, in einem möglichen Finale ginge es dann gegen Neukaledonien oder Jamaika. Ab Sommer dann will der Mittelfeldmann wieder in der Bundesliga spielen – mit Elversberg oder dem HSV.

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