Nach dem Schulz-Schock: So wollen die HSV-Frauen im Abstiegskampf bestehen

Victoria Schulz humpelt gestützt von den Teamärzten vom Platz
Bei der 1:3-Niederlage des HSV gegen Leverkusen musste Victoria Schulz früh verletzt vom Platz.

Köpfe freibekommen ist schon schwer genug, Verletzungen machen es noch ein bisschen schwieriger. Der Ausfall von Urgestein Victoria Schulz beim 1:3 gegen Bayer Leverkusen war neben der Niederlage selbst ein weiterer Rückschlag für den HSV im Abstiegskampf.

Nach eingehenden Untersuchungen stand fest, dass die 27-Jährige sich an ihrem rechten Fuß einen Außenbandriss sowie einen Teilriss des Innenbands zugezogen hat. Schulz wird damit für mehrere Wochen fehlen. Der Abstiegskampf geht für den HSV allerdings erst Ende des Monats weiter. „Nach diesem Spiel ist es gut, mal den Kopf frei zu bekommen und zu reflektieren, was es alles im Abstiegskampf braucht“, war Co-Trainer Eren Sen darüber nicht unglücklich.

HSV-Frauen: Victoria Schultz fällt wochenlang aus

Pokal-Halbfinale und WM-Qualifikation sorgen für eine längere Bundesliga-Pause, am letzten Aprilwochenende treten die Hamburgerinnen beim 1. FC Nürnberg an. Ein Gegner, an den sie gute Erinnerungen haben. Vor elf Monaten war das 2:0 bei den Fränkinnen letztlich der entscheidende Schritt zum Aufstieg.

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Anders als damals, benötigt Nürnberg diesmal aber auch noch Punkte – und Schulz wird wohl kaum spielen können. Die Enkelin des HSV-Nationalspielers Willi Schulz trägt die Raute im zehnten Jahr. Sie war schon dabei, als der HSV noch in der Hamburger Verbandsliga gegen Egenbüttel und Einigkeit Wilhelmsburg antrat.

Annalena Wucher vergräbt ihr Gesicht im Trikot
Zum Wegschauen: Bei den HSV-Frauen (hier Annalena Wucher) regierte nach dem 1:3 gegen Leverkusen der Frust.

In den letzten vier Spielen geht es nun darum, künftig weiter gegen Bayern München, Wolfsburg und Werder Bremen antreten zu können. Die Konkurrenz aus Essen und Jena spielt noch gegeneinander. Danach hat Essen noch zwei weitere Heimspiele, während der HSV die Saison zu Hause gegen das ungeschlagene Bayern München abschließt.

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Die drei Punkte Vorsprung der Hamburgerinnen können schnell dahin sein, wenn nicht ein Befreiungsschlag wie Mitte Februar das 4:0 bei Hoffenheim gelingt. Über Ostern haben die Kickerinnen trainingsfrei, um auf andere Gedanken zu kommen. Die Tabelle meldet sich schon früh genug wieder.

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„Wir wollen uns nicht darauf verlassen, dass Essen keine Punkte mehr holt“, stellte HSV-Kapitänin Pauline Machtens klar. In Nürnberg wird Trainerin Liése Brancão wieder auf der Bank sitzen, die Pleite gegen Bayer erlebte sie wegen einer Gelbsperre auf der Tribüne. Ihr Vertreter Sen zeigte sich trotz der Niederlage überzeugt: „Wir haben das Herz auf dem rechten Fleck und werden alles für den Klassenerhalt geben. Der HSV gehört einfach in die Erste Liga.“