„Muss er kapieren“: HSV-Legende Hrubesch lobt Polzin und macht Glatzel-Ansage
Im vergangenen Sommer hatte Vereins-Idol Horst Hrubesch seine Tätigkeit als Nachwuchs-Chef des HSV beendet. Der 74-jährige Ex-Nationalspieler beobachtet aber weiterhin genau, was bei seinem Herzensklub passiert. In einem Sport1-Interview hat sich der Europameister von 1980 nun unter anderem zu Merlin Polzin und Robert Glatzel geäußert.
„Ich werde dem HSV immer verbunden sein und übergebe die Geschicke jetzt gerne und voller Überzeugung an die nächste Generation“, hatte Hrubesch bei der Verkündung seines Abschiedes gesagt. Zu jener Generation gehört neben dem aktuellen Nachwuchs-Boss und Co-Trainer Loic Favé (33) natürlich auch und vor allem Aufstiegs-Coach Merlin Polzin (35). „Ich habe gesehen, wie akribisch er arbeitet und wie er mit Spielern umgeht. Er hat eine klare Idee und spricht Dinge direkt an. Und man sieht, dass die Mannschaft mit ihm geht“, lobte Hrubesch nun Polzin gegenüber Sport1.
Hrubesch: Polzin kann beim HSV eine Ära prägen
Auf die Frage, ob der aktuelle Trainer beim HSV eine Ära prägen könne, antwortete Hrubesch: „Ja, das traue ich ihm zu. Aber Fehler gehören dazu – und das zweite Jahr wird noch schwieriger.“

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Dass Polzin Robert Glatzel nicht öfter einsetzt, stößt einigen Fans trotz der bislang erfolgreichen Saison des Aufsteigers übel auf. Auch dazu hat sich Stürmer-Legende Hrubesch gegenüber Sport1 geäußert – mit deutlichen Worten: „Er hat in der 2. Liga überragend performt, das steht außer Frage. Aber er muss den Trainer zwingen, ihn aufzustellen – das ist seine Aufgabe. Am Ende zählt, was die Mannschaft braucht. Und wenn einer auf der Strecke bleibt, dann ist das so. Das muss Glatzel auch kapieren.“
Mit Träumereien von einer Rückkehr des HSV, mit dem Hrubesch 1983 Europapokalsieger wurde, ins internationale Geschäft kann das Fußball-Idol derweil nichts anfangen: „Das wird dauern. Wir brauchen Kontinuität und müssen ein Gerüst für die nächsten Jahre aufbauen. Der Weg geht über mehrere Jahre.“
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