Schiedsrichter Bastian Dankert zeigt Miro Muheim die Gelbe Karte.

Schiedsrichter Bastian Dankert zeigte Miro Muheim gegen Leipzig die Gelbe Karte. Foto: WITTERS

Muheim-Sperre bringt HSV in Not: So soll der Dauerbrenner ersetzt werden

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Nicht nur die erste Niederlage der Rückrunde musste der HSV beim 1:2 gegen Leipzig hinnehmen. Auch mindestens einen Spieler haben die Hamburger für den nächsten Auftritt verloren – und das wird schwer zu kompensieren sein. Für das Nachholspiel am Mittwoch gegen Bayer Leverkusen muss HSV-Coach Merlin Polzin Dauerbrenner Miro Muheim ersetzen. Mehr als eine Notlösung wird kaum möglich sein.

Mit Gegenspieler Yan Diomande hatte Muheim am Sonntagabend einen der schwersten Jobs auf der HSV-Seite zu erledigen. „Es war nicht einfach, aber ich glaube, ich habe es trotzdem eigentlich gut gemacht. Er ist nicht viel vorbeigekommen“, sagte der Schweizer nach dem Spiel.

Für Muheim ist es in dieser Saison die erste Zwangspause

Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Beim 2:1-Siegtreffer (50.) setzte sich Diomande gegen Muheim durch. Auch wenn der Hamburger am Ende immerhin zehn Zweikämpfe und damit die meisten beim HSV gewann, wurde es über seine Seite immer wieder gefährlich. Das führte in der Schlussphase, in der er Leipzigs Rechtsverteidiger Ridle Baku unsanft von den Beinen holte (81.), auch zu seiner fünften Gelben Karte in dieser Saison. Jetzt ist der 27-Jährige gesperrt – und damit erstmals in dieser Spielzeit nicht dabei.

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Wie soll Muheim, der eigentlich kaum zu ersetzen ist, ersetzt werden? „Wir wussten, dass irgendwann diese Sperre kommt“, meint Polzin, der für das Heimspiel am Mittwoch (20.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) gegen Leverkusen jetzt eine neue Lösung für die Besetzung der linken Seite braucht. Sorgen machte er sich deswegen keine: „Wir sind auf der Schienenposition gut aufgestellt und haben drei, vier Spieler, die in Frage kommen.“

Mikelbrencis ersetzte Jatta in der HSV-Startelf – und nun?

Gemeint dürften vor allem William Mikelbrencis und Giorgi Gocholeishvili sein. Beide haben ihre Stammposition eigentlich rechts – jetzt muss aber einer links aushelfen. Die Tendenz: Mikelbrencis, der gegen RB anstelle des erkrankten Bakery Jatta rechts begann und das 1:0 durch Fábio Vieira gut vorlegte (22.), wird den Job übernehmen.

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Schon beim 2:2 gegen die Bayern war der Franzose Ende Januar links aufgelaufen – damals gemeinsam mit Muheim. Das hatte gut funktioniert. Ob er es auch allein kann, wird der Mittwoch zeigen. Oder fällt Polzin noch eine andere Lösung ein? Noah Katterbach könnte eine Alternative sein, ist dies aber nicht wirklich. Der Ex-Kölner ist seit Monaten außen vor. Auch die offensivere Variante mit Fabio Baldé, der seit dem 0:0 im Stadtderby nicht mehr zum Einsatz kam, ist auf der linken Schiene eher unwahrscheinlich. Wohl eher wird Gocholeishvili, der gegen Leipzig 90 Minuten auf der Bank saß, eine neue Chance erhalten – und Mikelbrencis dafür womöglich die Seite wechseln.

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