Miro Muheim verlässt den Platz, Trainer Merlin Polzin steht neben ihm.

HSV-Trainer Merlin Polzin schickt Miro Muheim nach seinem Platzverweis in die Kabine. Foto: WITTERS

Muheim-Rot bringt Polzin in Not: HSV-Trainer braucht eine Zwei-Spiele-Lösung

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In dieser Kategorie bleibt der HSV auf Platz eins in der Bundesliga. Eine besondere Auszeichnung ist das in diesem Fall allerdings nicht. Vielmehr ist es ein Problem, das sich durch die gesamte Saison der Hamburger zieht. Beim 1:1 gegen Augsburg flog mit Miro Muheim bereits der siebte HSV-Profi in dieser Spielzeit vom Platz. Da kann kein anderer Verein mithalten. Merlin Polzin muss seine Mannschaft mal wieder umbauen – und das könnte kompliziert werden.

„Der Platzverweis war extrem bitter, weil es einfach nicht hilft. In der Bundesliga ist es so schon schwierig, Spiele zu gewinnen. Und wenn du dann einer weniger bist, dann erhöht das nicht die Wahrscheinlichkeit, Spiele zu gewinnen“, ärgerte sich der HSV-Coach nach dem Augsburg-Spiel über den nächsten Platzverweis in seinem Team. Dass Muheim bei seiner Notbremse nach gut einer Stunde auch Pech hatte, spielte bei der Bewertung nur eine untergeordnete Rolle. In dieser Saison ist das einfach schon viel zu oft passiert.

Muheim-Sperre nach Platzverweis steht bereits fest

Muheim wird nun für zwei Spiele gesperrt. Das steht bereits fest. Die Regel besagt: Fällt nach einer Notbremse, die zu einem Elfmeter oder Freistoß führt, ein Tor, wird der Sünder für ein Spiel gesperrt. Wird kein Tor erzielt, sind es zwei Spiele Pause. So ist es nun auch bei Muheim, da Augsburg den Freistoß nach dem Foul deutlich am Tor vorbeisetzte.

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Hamburgs Linksverteidiger wird damit die beiden Auftritte in Stuttgart und in Bremen verpassen. Für den HSV ist das ein harter Verlust. Der Schweizer, der die Mannschaft zuletzt als Kapitän auf den Platz führte, gehört zu den Spielern, die nur schwer zu ersetzen sind. Oft nötig war das bislang allerdings auch nicht.

Muss Gocholeishvili erneut Muheim ersetzen?

Nur ein Spiel hat Muheim in dieser Saison bislang aufgrund einer Gelbsperre verpasst. Das war Anfang März bei der 0:1-Niederlage gegen Leverkusen. Seinen Job als Linksverteidiger übernahm in dieser Partie Giorgi Gocholeishvili. Allerdings war das nur eine Notlösung. Denn eigentlich ist der Georgier gelernter Rechtsverteidiger. Wahrscheinlich muss er nun aber erneut aushelfen. Denn die Zahl der Alternativen ist überschaubar.

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Noah Katterbach wäre grundsätzlich ein Kandidat. Er hat in dieser Saison allerdings noch kein Spiel für die Profis gemacht. Auch Rechtsverteidiger William Mikelbrencis könnte zum Thema werden. Dann müsste allerdings Bakery Jatta nach seiner Verletzungspause direkt wieder auf der rechten Seite in die Startelf rutschen. Das dürfte zumindest für das Stuttgart-Spiel zu riskant sein. Keine leichte Aufgabe also für Polzin. Denn ideal scheint keine der möglichen Lösungen zu sein.

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