MOPO-Noten für den HSV in Pirmasens: Viele Enttäuschungen, ein paar Lichtblicke

HSV-Spieler jubeln in Pirmasens
Der HSV hat die Blamage verhindert und zieht in Pirmasens in die zweite Pokalrunde ein.

Der HSV zittert sich in die zweite Pokalrunde, gewinnt beim Fünftligisten FK Pirmasens mit 2:1 nach Verlängerung. Eine insgesamt schwache und enttäuschende Vorstellung des Bundesliga-Aufsteigers, was sich auch in den MOPO-Noten widerspiegelt. Es gab aber auch ein paar Lichtblicke.

Heuer Fernandes: Er dürfte den Tag in Pirmasens trotz aller Schwierigkeiten in guter Erinnerung behalten. Konnte sich vor allem in Durchgang eins mehrfach auszeichnen und sollte damit die Nase gegen Konkurrent Peretz in Richtung Bundesliga-Start vorn haben. Note 2,5

Omari: Bei seinem Startelfdebüt leistete sich der eigentlich solide Franzose einen späten Patzer, mit dem er Heuer Fernandes in Nöte brachte (115.). Vorn hatte er Pech bei seinem Lattentreffer (72.). Note 4

Elfadli: Ein, zwei Mal mit wackeligen Aktionen. Wenn der Gegner so viele Torchancen besitzt, ist das ein schlechtes Zeichen für einen Abwehrchef. Note 5

Torunarigha: Leistete sich vor der Pause ein kleines Wortduell mit kritischen HSV-Fans („Chill doch mal, ey“) und wirkte so, als würde er nach der für ihn sehr unbefriedigenden Vorbereitung einen gewaltigen Rucksack mit sich herumschleppen. Nach der Pause legte er den Gastgebern fast das 2:0 auf. Note 6

68. Sahiti: Vergab zwei Mal große Chancen zum Ausgleich (73./85.), war aber einer der Initiatoren der druckvollen Schlussphase. Note 4

Gocholeishvili: Litt erkennbar unter der noch fehlenden Abstimmung mit seinen neuen Kollegen, leistete sich dazu einige Stockfehler. Note 5

46. Baldé: Sollte es besser machen als der Georgier und schlief dann nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung vor dem 0:1 folgenschwer. Note 5,5

Capaldo: Unauffällig, vielleicht sogar verschenkt in dieser Partie gegen einen zunächst so tief stehenden Gegner. Note 4,5

Meffert: In Abwesenheit des neuen, aber noch angeschlagenen Poulsen führte er den HSV als Kapitän aufs Feld. Setzte ebenfalls Zeichen der Unsicherheit und gab den Gastgebern das Gefühl, dass an diesem Nachmittag was gehen könnte. Note 5

86. Ramos: Wer hätte auf ihn als HSV-Retter gesetzt? Der eigentlich schon aussortierte Portugiese kam als letzte Hoffnung und köpfte den HSV in die Verlängerung (90.+2). Nun ist er plötzlich sogar ein Kandidat für die Startelf. Note 2

Muheim: Der Schweizer war es, der mit seinen Standards die Wende einleitete. Legte seinen Kollegen den Ausgleich und den Siegtreffer auf, verhinderte vorher zudem per Glanztat das 0:2. Note 2,5

Philippe: Deutete zwei Mal an, was er drauf hat, wenn sich Räume auftun. Unterm Strich aber kaum ein Faktor. Note 5

46. Glatzel: Dass weder er noch seine Kollegen es schafften, ihn nachhaltig in Szene zu setzen, sagt sehr viel über diesen HSV-Nachmittag aus. Hatte spät zwei Chancen, die er aber vergab. Note 5

Königsdörffer: 100 Minuten lief bei ihm fast nichts zusammen, dann traf er zum 2:1. So ist das manchmal im Fußball. Note 4

Røssing-Lelesiit: Ein paar Stiche setzte der junge Norweger, wurde aber auch genauso oft gestoppt. Gemessen an dem, was man sich von ihm erhoffte, war das zu wenig. Note 5

46. Stange: Scheiterte an der Latte (57.) und entfachte zumindest anfänglich Wirbel. Note 4

Der HSV zittert sich in die zweite Pokalrunde, gewinnt beim Fünftligisten FK Pirmasens mit 2:1 nach Verlängerung. Eine insgesamt schwache und enttäuschende Vorstellung des Bundesliga-Aufsteigers, was sich auch in den MOPO-Noten widerspiegelt. Es gab aber auch ein paar Lichtblicke.