MOPO-Noten der Saison: Ein Trio ragt beim HSV heraus – andere fallen ab

HSV-Profis bejubeln ein Tor
Auch wenn es mit dem Aufstieg nicht klappte, durften die HSV-Profis in dieser Saison einige Male jubeln.

Ihr großes Ziel hatten sie auch in dieser Saison verpasst. Zum sechsten Mal in Folge schaffte der HSV nicht den Aufstieg in die Bundesliga und musste sich abermals mit Platz vier in der Tabelle begnügen. Es ist daher kaum überraschend, dass auch die MOPO-Noten der Saison eher mittelmäßig ausfallen. Unter manche Enttäuschungen mischen sich aber auch bei den Hamburgern einzelne positive Überraschungen. Allen voran ein Trio, mit dem in der Hinrunde noch überhaupt nicht zu rechnen war – das am Ende aber die Nase vorn haben sollte.

Als Torschützenkönig der 2. Bundesliga und von allen Seiten gelobter Knipser scheint es erwartbar, dass Robert Glatzel auch im MOPO-Ranking an der Spitze steht. Und tatsächlich: Mit einer MOPO-Saisondurchschnittsnote von 3,12 erreichte der 30-Jährige die beste Gesamtbewertung aller Hamburger. Zweimal – am ersten Spieltag gegen Schalke und am letzten Spieltag gegen Wiesbaden – ballerte sich Glatzel zur MOPO-Note 1, gleich viermal jedoch (am 9. Spieltag in Wiesbaden, am 16. Spieltag gegen Paderborn, am 30. Spieltag gegen Kiel und am 33. Spieltag in Paderborn) kassierte der Topstürmer auch eine Fünf.

Nach Glatzel folgt HSV-Kapitän Schonlau auf Platz zwei

Mit Kapitän Sebastian Schonlau folgt auf Platz zwei im MOPO-Ranking der mit Abstand konstanteste Profi beim HSV. Als einziger Stammspieler leistete sich Schonlau nicht einmal eine schlechtere Bewertung als die MOPO-Note 4, erreichte zugleich aber auch nie eine bessere Zensur als eine Zwei. Nachdem Schonlau in der Hinrunde noch lange verletzt gefehlt hatte (nur vier bewertete Einsätze), überzeugte der Innenverteidiger nach der Winterpause als notenbester Hamburger in der zweiten Saisonhälfte (MOPO-Rückrunden-Schnitt: 3,18).

Der zweitbester Mann der Rückrunde hatte bis Anfang Februar sogar noch keinen einzigen Saisoneinsatz vorzuweisen. Matheo Raab, der im Frühjahr Stammkeeper Daniel Heuer Fernandes aus dem HSV-Tor verdrängt hatte, kämpfte sich unter anderem mit einer Bestleistung in Kaiserslautern am 28. Spieltag (MOPO-Note 1,5) auf Platz drei des MOPO-Rankings und liegt mit einer Saisondurchschnittsnote von 3,15 nur knapp hinter den beiden Spitzenreitern Glatzel (3,12) und Schonlau (3,13).

Dass der Torwartwechsel notwendig war, zeigt auch ein Blick auf die Bewertungen von Heuer Fernandes: In seinen Rückrundenpartien erzielte „Ferro“ mit einem MOPO-Schnitt von 4,17 die schlechteste Bewertung aller Hamburger Stammspieler in der zweiten Halbserie. Im Gesamtranking verblieb Heuer Fernandes mit einem Saisondurchschnitt von 3,40 dennoch auf Rang sieben, weil sich auch László Bénes (3,20), Stephan Ambrosius (3,37) und Jonas Meffert (3,38) in der Rückrunde verschlechterten und ihre Hinrunden-Bewertungen nicht halten konnten.

Reis & Co.: HSV-Profis lassen in der Rückrunde nach

Ludovit Reis, der mit fünf Millionen Euro den höchsten Marktwert im Kader des HSV aufweist, schaffte es mit einem Saisonschnitt von 3,43 im MOPO-Ranking sogar nur auf Platz acht. Schuld daran sind zu viele Ausreißer nach unten, in gleich vier Partien gab’s die MOPO-Note 5 – und der 5. Spieltag in Rostock (MOPO-Note 2) blieb seine beste Leistung der Saison. Ähnliches gilt auch für Miro Muheim (3,45), Immanuel Pherai (3,48), Bakery Jatta (3,55) und Ignace Van der Brempt (3,55), deren Schnitt allesamt von zu vielen schwachen Partien im Fünferbereich in die Höhe gedrückt wurde.

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Bei den beiden notenschwächsten HSV-Profis Dennis Hadzikadunic (3,81) und Ransford Königsdörffer (3,87) waren es hingegen schon keine einzelnen Ausrutscher mehr. Beide erhielten mit der MOPO-Note 2,5 ihre beste Bewertung in der gesamten Saison, leisteten sich aber sechs bzw. vier Ausflüge in den Fünfer- oder gar Sechserbereich. Kurios: Königsdörffer ist dabei sogar einer von nur vier Hamburgern, die sich in der Rückrunde verbesserten – nach der Hinrunde hatte er sogar einen desaströsen MOPO-Notendurchschnitt von 4,25.

Alle MOPO-Noten der Saison für den HSV im Überblick

Spieler BewerteteSpiele Durch-schnittsnote
1.Robert Glatzel333,12
2.Sebastian Schonlau163,13
3.Matheo Raab173,15
4.László Bénes303,20
5.Stephan Ambrosius193,37
6.Jonas Meffert333,38
7.Daniel Heuer Fernandes203,40
8.Ludovit Reis213,43
9.Miro Muheim293,45
10.Immanuel Pherai273,48
11.Bakery Jatta313,55
Ignace Van der Brempt223,55
13.Jean-Luc Dompé233,61
14.Guilherme Ramos233,65
15.Dennis Hadzikadunic273,81
16.Ransford Königsdörffer233,87

MOPO-Noten der HSV-Profis mit weniger als 15 Einsätzen

Spieler BewerteteSpiele Durch-schnittsnote
Lukasz Poreba103,20
Nicolas Oliveira33,50
Noah Katterbach33,67
Moritz Heyer103,80
William Mikelbrencis74,14
Levin Öztunali114,23
András Németh74,29
Anssi Suhonen24,50
Masaya Okugawa14,50
Elijah Krahn15,00

Bewertet wurden alle 37 Pflichtspiele des HSV in der Saison 2023/24 (darunter 34 Ligaspiele sowie drei DFB-Pokal-Partien), in denen ein Spieler mindestens 30 Einsatzminuten absolviert hatte. Im MOPO-Ranking sind Spieler mit weniger als 15 bewerteten Einsätzen nicht berücksichtigt.