MOPO-Noten der Saison: Das sind die größten Aufstiegshelden des HSV

Noah Katterbach, Ludovit Reis, Davie Selke, Jean-Luc Dompé, Otto Stange und Joel Agyekum feiern den Aufstieg
Party auf dem Rathausbalkon: Ludovit Reis, Davie Selke, Jean-Luc Dompé, Otto Stange (v.l.) und der HSV sind zurück in der Bundesliga.

Endlich haben sie es geschafft. Nach sechs Jahren ist dem HSV in dieser Saison der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelungen – die Spieler werden für immer als erste Aufsteiger in die Geschichte des Vereins eingehen. Wer aber war der größte Garant für den Aufstieg? Wer hatte den größten Anteil am Sprung in die Bundesliga? Und für wen verlief die Saison trotz des mannschaftlichen Erfolgs eher enttäuschend? Die MOPO-Noten der Saison zeigen: Nicht alle Profis drehten in der Rückrunde auf. Neben zwei echten Aufstiegshelden gibt es auch klare Verlierer beim HSV.

Wenn man sich dieser Tage in HSV-Kreisen nach den Aufstiegshelden umhört, kommt man an einem Namen nicht vorbei: Daniel Heuer Fernandes. Der 32-jährige Torhüter des HSV lieferte konstant über die gesamte Saison stark ab – nur ein einziges Mal (beim 2:4 in Elversberg im Oktober) gab’s von der MOPO eine Fünf, gleich dreimal aber die Bestnote. Höhepunkt: das entscheidende Heimspiel gegen Ulm am vorletzten Spieltag, als Heuer Fernandes die Mannschaft mit seinem gehaltenen Elfmeter und einer herausragenden Leistung zum vorzeitigen Aufstieg trug. Sein starker Notendurchschnitt in dieser Saison: 2,8.

Dompé und Heuer Fernandes führen die HSV-Noten an

Nur ein Hamburger kann den Schnitt von Heuer Fernandes noch toppen – und ist damit auch der von der MOPO bestbewertete HSV-Profi in dieser Saison. Jean-Luc Dompé (29), mit neun Toren und 16 Vorlagen bester Scorer der Hamburger und drittbester der gesamten Liga, erhielt in gleich drei Partien dieser Saison eine glatte Eins und führt das Ranking mit einer Durchschnittsnote von 2,63 an. Der Grund dafür: Anders als noch im Vorjahr, als bei Dompé neben Licht auch viel Schatten zu sehen gewesen war, zeigte er sich in dieser Spielzeit extrem stabil und leistete sich als einziger Stammspieler im gesamten Kader nie eine schlechtere Bewertung als die MOPO-Note 4.

Auf Platz drei folgt mit Zweitliga-Torschützenkönig Davie Selke der Profi, der in der Rückrunde mit Abstand am meisten zugelegt hat. Nachdem Selke in der Hinrunde noch eher durchwachsene Leistungen gezeigt hatte (sechsmal Note 4 oder schlechter), drehte der Knipser nach der Winterpause auf und belohnte sich mit sechs Noten im Zweier- oder Einserbereich und einer MOPO-Saisondurchschnittsnote von 3,1 – drittbester Wert vor Ludovit Reis (3,16) und Daniel Elfadli (3,19).

Enttäuschende HSV-Saison für Karabec, Hefti und Richter

Spannend: Auch Ransford Königsdörffer (3,23), Dennis Hadzikadunic (3,27), Miro Muheim (3,28), Jonas Meffert (3,30), Emir Sahiti (3,44) und Sebastian Schonlau (3,55) konnten ihre persönlichen Notendurchschnitte in der Rückrunde allesamt noch einmal verbessern. Der einzige Stammspieler, dem das nicht gelang, ist Adam Karabec – der mit einem Marktwert von fünf Millionen Euro derzeit wertvollste Profi im HSV-Kader findet sich mit einem enttäuschenden Schnitt von 3,57 gerade mal auf Platz zwölf nieder. Persönliche Tiefpunkte: die Niederlagen in Braunschweig (29. Spieltag) und gegen Karlsruhe (31. Spieltag), als es von der MOPO jeweils die Note 5,5 gab.

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Die drei notenschwächsten HSVer William Mikelbrencis (3,62), Silvan Hefti (3,71) und Marco Richter (3,85) dürften mit ihrem Saisonzeugnis ebenfalls nicht zufrieden sein. Hefti und Richter kamen sogar in keinem Spiel der Saison über eine 2,5 hinaus, waren dafür aber oft im mangelhaften Bereich – gekrönt durch Richters Totalausfall beim 2:4 gegen Braunschweig (MOPO-Note 6).

Alle MOPO-Noten der Saison für den HSV im Überblick

Spieler BewerteteSpiele Durch-schnittsnote
1.Jean-Luc Dompé302,63
2.Daniel Heuer Fernandes322,80
3.Davie Selke253,10
4.Ludovit Reis223,16
5.Daniel Elfadli313,19
6.Ransford Königsdörffer223,23
7.Dennis Hadzikadunic243,27
8.Miro Muheim323,28
9.Jonas Meffert303,30
10.Emir Sahiti183,44
11.Sebastian Schonlau223,55
12.Adam Karabec283,57
13.William Mikelbrencis213,62
14.Silvan Hefti143,71
15.Marco Richter173,85

MOPO-Noten der HSV-Profis mit weniger als 10 Einsätzen

Spieler BewerteteSpiele Durch-schnittsnote
Robert Glatzel72,50
Matheo Raab42,88
Adedire Mebude13,00
Fabio Baldé93,17
Immanuel Pherai93,28
Lukasz Poreba73,50
Noah Katterbach73,57
Bakery Jatta73,79
Lucas Perrin*53,80
Otto Stange14,00
Moritz Heyer*14,50

Bewertet wurden alle 36 Pflichtspiele des HSV in der Saison 2023/24 (darunter 34 Ligaspiele sowie zwei DFB-Pokal-Partien), in denen ein Spieler mindestens 30 Einsatzminuten absolviert hatte. Im MOPO-Ranking sind Spieler mit weniger als zehn bewerteten Einsätzen nicht berücksichtigt. Spieler mit einem * verließen den Verein im Laufe der Saison.

Endlich haben sie es geschafft. Nach sechs Jahren ist dem HSV in dieser Saison der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelungen – die Spieler werden für immer als erste Aufsteiger in die Geschichte des Vereins eingehen. Wer aber war der größte Garant für den Aufstieg? Wer hatte den größten Anteil am Sprung in die Bundesliga? Und für wen verlief die Saison trotz des mannschaftlichen Erfolgs eher enttäuschend? Die MOPO-Noten der Saison zeigen: Nicht alle Profis drehten in der Rückrunde auf. Neben zwei echten Aufstiegshelden gibt es auch klare Verlierer beim HSV.